Bhutan verkauft Bitcoin: Bestände um 58% gesunken

Bhutan hat im Jahr 2026 Bitcoin im Wert von rund 42,5 Millionen US-Dollar verkauft. Diese Transaktionen führten dazu, dass die nationalen Bitcoin-Bestände des Landes um 58% von ihrem Höchststand fielen. Derzeit verfügt das Königreich noch über rund 5.400 BTC.

Ende 2024 erreichte Bhutans Bitcoin-Bestand mit etwa 13.000 BTC seinen Höhepunkt. Der damalige Wert wurde auf über 1,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. Aktuell belaufen sich die Reserven auf rund 374 Millionen US-Dollar. Dieser Rückgang ist sowohl auf die Veräußerungen als auch auf den gesunkenen Bitcoin-Preis von einem Höchstwert von rund 119.000 US-Dollar auf etwa 69.000 US-Dollar zurückzuführen.

Die Verkäufe im Jahr 2026 erfolgten in mehreren Tranchen. Allein am 9. März wurde ein Bitcoin-Anteil im Wert von etwa 11,85 Millionen US-Dollar transferiert. Zuvor, im Februar, wurden bereits digitale Vermögenswerte im Wert von rund 30,7 Millionen US-Dollar veräußert. Bhutan nutzt eine Strategie, die als ‚Reverse Dollar-Cost-Averaging‘ interpretiert wird, indem Verkäufe in kleineren Beträgen von 5 bis 10 Millionen US-Dollar abgewickelt werden, um Marktschwankungen zu minimieren.

Die Erlöse dienen der Finanzierung öffentlicher Dienstleistungen und Entwicklungsprojekte, wie der ‚Gelephu Mindfulness City‘.

Verantwortlich für die Verwaltung der Bitcoin-Bestände ist Druk Holding and Investments (DHI), Bhutans staatliche Investmentgesellschaft. Seit 2019 baut die Nation ihre Bitcoin-Reserven durch staatlich unterstützte Mining-Operationen auf, die mit überschüssiger Wasserkraft betrieben werden. Dies ermöglichte anfangs quasi kostenlose Produktionskosten. Die gestiegenen Mining-Kosten, die sich seit dem Halving im Jahr 2024 etwa verdoppelt haben, werden ebenfalls durch die Verkäufe teilweise ausgeglichen.

Trotz der Reduzierung seiner Bestände bleibt Bhutan einer der größten staatlichen Halter von Bitcoin weltweit.