7 Zentralbanken: Inflationstest und Bitcoin-Ausblick

Die kommende Woche wird an den Finanzmärkten von den geldpolitischen Entscheidungen sieben großer Zentralbanken geprägt sein. Diese Entscheidungen könnten entscheidende Auswirkungen auf die globalen Inflationstrends und somit auch auf die Stimmung am Kryptowährungsmarkt, insbesondere für Bitcoin, haben.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) wird am 18. März 2026 über ihren Leitzins entscheiden, der derzeit bei 3,75 Prozent liegt. Es wird eine Beibehaltung des aktuellen Zinsniveaus erwartet. Ebenfalls am 19. März 2026 gibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Entscheidung bekannt; der Einlagenzins liegt bei 2,0 Prozent, und angesichts einer Inflation nahe dem Zielwert wird ebenfalls von keiner Zinsänderung ausgegangen.

Die Bank of England (BoE) tritt am 19. März 2026 zusammen, wobei der Leitzins aktuell 3,75 Prozent beträgt. Marktteilnehmer erwarten keine Zinssenkungen, und eine Erhöhung aufgrund potenzieller inflatorischer Effekte des Nahostkonflikts ist nicht ausgeschlossen. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) wird am selben Tag eine stabile Zinspolitik um die Nulllinie (aktuell 0 Prozent) fortsetzen.

Die Schwedische Reichsbank und die Bank of Japan werden ebenfalls ihre Zinspolitik überprüfen, wobei für die BoJ mit hoher Wahrscheinlichkeit eine unveränderte Haltung erwartet wird.

In Australien hält die Reserve Bank of Australia (RBA) ihre Sitzung vom 16. bis 17. März 2026 ab. Mit einem Leitzins von 3,85 Prozent könnte die RBA angesichts der über dem Zielwert liegenden Inflation die Zinsen beibehalten oder sogar anheben.

Zentralbankzinsen beeinflussen maßgeblich die globale Liquidität und den Risikoappetit der Anleger, was sich direkt auf die Bewertung von Bitcoin auswirkt. Steigende Zinsen machen sicherere Anlagen attraktiver und können Kapital aus risikoreicheren Anlagen wie Bitcoin abziehen. Umgekehrt können sinkende Zinsen Bitcoin potenziell attraktiver machen.

Trotz seiner Entstehung als dezentrales System ist Bitcoin nicht immun gegen die Auswirkungen zentraler Geldpolitik, da diese Finanzierungsbedingungen und die Marktstimmung beeinflusst.

Eine Prognose der Deutschen Bank aus September 2025 deutet darauf hin, dass Bitcoin bis 2030 zusammen mit Gold auf den Bilanzen von Zentralbanken auftauchen könnte.