Ghana startet regulatorische Krypto-Sandbox

Ghana unternimmt mit der Einführung einer regulatorischen Sandbox für elf Unternehmen einen bedeutenden Schritt zur Regulierung des Kryptowährungssektors. Dies ist der erste strukturierte Versuch des Landes, Ordnung in den rasant wachsenden Kryptomarkt zu bringen, unter der Aufsicht der Wertpapier- und Börsenkommission (SEC).

Elf ausgewählte Unternehmen – Africoin, Blu Penguin, Goldbod, Hanypay, Hyro Exchange, HSB Global, KoinKoin, Whitebits, Vaulta, XChain und Bsystem – werden innerhalb dieser Sandbox agieren. Dies geschieht im Rahmen des „Virtual Asset Service Providers Act, 2025 (Act 1154)“, ein Gesetz, das im Dezember verabschiedet wurde und der SEC die Aufsicht über digitale Vermögenswerte überträgt.

Die Sandbox ist auf zwölf Monate angelegt. Unternehmen, deren Produkte marktreif sind und alle regulatorischen Anforderungen erfüllen, können bereits nach sechs Monaten eine vollständige Lizenz beantragen. Ziel ist es, verantwortungsvolle Innovationen zu fördern, während gleichzeitig der Anlegerschutz und die Marktintegrität gewährleistet werden.

Das Programm soll auch die Einhaltung von Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sicherstellen und gewonnene Erkenntnisse zur zukünftigen Regulierung nutzen.

Die teilnehmenden Firmen decken diverse Aktivitäten im Bereich digitaler Vermögenswerte ab, darunter Kryptohandelsplattformen, Zahlungsdienste und Tokenisierung. Ghana zählt zu den fünf größten Kryptomärkten in Subsahara-Afrika.

Zwischen Juli 2024 und Juni 2025 verzeichnete Ghana einen Anstieg der Krypto-Zuflüsse um über 50 % auf mehr als 200 Milliarden US-Dollar. Die weite Verbreitung von mobilen Zahlungssystemen im Land gilt als vorteilhaft für die Integration von Kryptozahlungen.