Die fortschreitende Entwicklung von Quantencomputern birgt ein potenzielles Risiko für die Sicherheit von Bitcoin, insbesondere für ältere und Satoshi Nakamoto zugeschriebene Adressen. Zukünftige leistungsfähige Quantenrechner könnten die kryptografischen Grundlagen des Netzwerks aushebeln.
Bitcoin nutzt den Elliptic Curve Digital Signature Algorithm (ECDSA), der auf der Annahme basiert, dass die Ableitung eines privaten Schlüssels aus einem öffentlichen Schlüssel rechnerisch unmöglich ist. Shor’s Algorithmus auf einem Quantencomputer könnte diese Annahme jedoch brechen, sobald ein öffentlicher Schlüssel auf der Blockchain sichtbar wird.
Rund 6,89 Millionen Bitcoins könnten anfällig sein. Darunter etwa 1,91 Millionen BTC in P2PK-Adressen mit permanent sichtbaren Public Keys.
Besonders betroffen sind die Bitcoins von Satoshi Nakamoto. Schätzungsweise 1 Million BTC, die seit über einem Jahrzehnt inaktiv sind, gelten als anfällig. Insgesamt sind rund 3,4 Millionen BTC seit über zehn Jahren inaktiv, wobei ein Teil davon mit Satoshi in Verbindung gebracht wird.
Aktuelle Quantencomputer sind noch nicht leistungsfähig genug, um ECDSA zu brechen. Schätzungen zufolge wären Millionen physischer Qubits für die Anwendung von Shors Algorithmus auf Bitcoin nötig. Die US-Regierung empfiehlt einen Umstieg auf quantenresistente Algorithmen bis 2030 und die Abschaffung von ECDSA-Kryptografie bis 2035.
Die Bitcoin-Community arbeitet bereits an Lösungen. Das NIST hat erste Post-Quantum-Kryptografie-Standards veröffentlicht. Im Oktober 2025 wurde die erste quantensichere Bitcoin-Implementierung demonstriert und mehrere Bitcoin Improvement Proposals (BIPs) zur Absicherung des Netzwerks eingereicht.
Eine der größten Hürden für Upgrades ist der soziale Konsens. Debatten über Änderungen wie das Einfrieren inaktiver Coins könnten auf Widerstand stoßen.




