US-Rezession droht: Inflation & Stagnation belasten Bitcoin

Die US-Wirtschaft sah sich Ende 2025 und Anfang 2026 mit einem verlangsamten Wachstum und einer hartnäckigen Inflation konfrontiert. Dies hatte spürbare Auswirkungen auf die makroökonomische Landschaft und beeinflusste auch die Performance von Risikoanlagen wie Bitcoin.

Die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der USA erfuhr im vierten Quartal 2025 eine deutliche Abbremsung auf eine annualisierte Rate von 0,7 %. Dies stellt eine signifikante Verlangsamung gegenüber dem dritten Quartal dar, in dem noch ein Wachstum von 4,4 % verzeichnet wurde. Die anfängliche Schätzung von 1,4 % wurde damit unterschritten. Als ein Faktor für diese Revision wird ein 43-tägiger Regierungsstillstand im Herbst 2025 genannt, der das Wachstum um rund einen Prozentpunkt dämpfte. Auch die Konsumausgaben, die wichtigste Komponente der Wirtschaftsaktivität, zeigten eine nachlassende Dynamik.

Der Kern-PCE-Preisindex, der bevorzugte Inflationsindikator der US-Notenbank, stieg im Januar auf 3,1 % und lag damit über dem Zielwert der Federal Reserve von 2 %.

Parallel zur Wachstumsverlangsamung blieben die Inflationsdaten besorgniserregend. Der Kern-PCE-Preisindex (ohne Nahrungsmittel und Energie), das Inflationsmaß der Wahl der Federal Reserve, stieg im Januar auf 3,1 % im Jahresvergleich, nach 3,0 % im Dezember. Dieser Wert liegt weiterhin über dem Zielwert der Zentralbank von 2 %. Der Verbraucherpreisindex (CPI) zeigte sich im Februar mit 2,4 % moderater.

Diese makroökonomische Gemengelage, die als ‚Stagflation‘ beschrieben werden kann, schuf ein herausforderndes Umfeld für Risikoanlagen wie Bitcoin. Angesichts der anhaltenden Inflation hatte die Federal Reserve nur begrenzte Spielräume für Zinssenkungen, obwohl sich das Wirtschaftswachstum abschwächte.

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zeigten Bitcoin-Spot-ETFs in den Tagen vor dem 14. März 2026 Nettozuflüsse von 583 Millionen US-Dollar.

Historisch gesehen können Zinssenkungen der Fed bullisch für Bitcoin sein, da niedrigere Zinsen tendenziell Investoren zu risikoreicheren Anlagen locken und den US-Dollar schwächen. Die aktuelle Situation deutete jedoch auf eine komplexere Dynamik hin.