Worldcoin und Coinbase: KI-Identität durch Iris-Scan

Sam Altmans Worldcoin kooperiert mit Coinbase, um die menschliche Identität hinter KI-Transaktionen kryptografisch zu verifizieren. Das Ziel ist die Stärkung der Authentizität im Zeitalter autonomer KI-Agenten.

Das von OpenAI-CEO Sam Altman mitbegründete Identitätsprojekt World hat das Entwickler-Toolkit „AgentKit beta“ vorgestellt. Dieses ermöglicht KI-Agenten den kryptografischen Nachweis, dass sie von einem einzigartigen Menschen unterstützt werden. Die Lösung ist mit dem x402-Protokoll integriert, einem offenen Standard, der von Coinbase und Cloudflare entwickelt wurde.

Während Zahlungen das ‚Wie‘ des agentenbasierten Handels sind, sei die Identität das ‚Wer‘.

Erik Reppel, Head of Engineering bei Coinbase Developer Platform, erklärt, dass die Verbindung von World ID mit dem x402-Protokoll Entwicklern einen vollständigen Vertrauens-Stack biete. Dies ermöglicht Agenten, für Dienstleistungen zu bezahlen und gleichzeitig ihre menschliche Herkunft nachzuweisen.

Die Technologie basiert auf der World ID, einem digitalen Identitätssystem, das die Einzigartigkeit und Menschlichkeit einer Person mittels Iris-Scan über das Gerät „Orb“ verifiziert. Dabei werden Zero-Knowledge Proofs genutzt, um die Privatsphäre zu schützen, ohne biometrische Bilder zu speichern.

Das Hauptziel ist die Unterscheidung von Menschen und KI-Bots online sowie die Herstellung von Vertrauen und Verantwortlichkeit bei automatisierten Interaktionen. Angesichts des prognostizierten Wachstums des „Agentic Commerce“ auf 3-5 Billionen US-Dollar bis 2030 ist die Verifizierung durch World ID entscheidend, um Sybil-Angriffe zu verhindern und die Verbreitung von KI-generierten Fehlinformationen zu minimieren.

Das World-Netzwerk verzeichnet nach eigenen Angaben fast 18 Millionen verifizierte Menschen in über 160 Ländern, mit rund 12 Millionen davon, die eine eindeutige menschliche Verifizierung durchlaufen haben. Coinbase ermöglichte US-Nutzern bereits im Mai 2025 den Zugriff auf die World App.