Fidelity: Bitcoin erreicht seltene Zone im Vergleich zu Gold

Fidelity Digital Assets hat eine ungewöhnliche Entwicklung bei Bitcoin im Vergleich zu Gold festgestellt. Laut ihren Analysen hat die Kryptowährung eine seltene Zone erreicht, in der ihre langfristige Performance hinter der des Edelmetalls zurückbleibt.

Laut einem Forschungsanalysten von Fidelity Digital Assets ist dies erst das zweite Mal in der Geschichte von Bitcoin, dass die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) über fünf Jahre unter die von Gold gefallen ist. Diese Konstellation wurde zuletzt im Dezember 2022 beobachtet, als Bitcoin einen Tiefpunkt im Bärenmarkt erreichte.

Jurrien Timmer, Global Macro Director bei Fidelity, bemerkte eine negative Korrelation zwischen Bitcoin und Gold, wobei sich ihre risikobereinigten Renditen abwechselnd übertrafen.

Timmer beschreibt Bitcoin als ein Asset mit einer „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“-Persönlichkeit. Es kann sowohl als digitales Äquivalent zu Gold, das begrenzt und inflationsresistent ist, als auch als spekulatives Risiko-Asset wie Tech-Aktien fungieren. Bitcoin profitiert besonders, wenn sowohl die Geldmenge als auch der Aktienmarkt expandieren.

Fidelity-Analysten sehen Potenzial, dass Bitcoin Gold in Bezug auf den Marktwert innerhalb von 10 bis 20 Jahren übertreffen könnte, falls es Wachstumsmodellen folgt. Sie empfehlen, sowohl Gold als auch Bitcoin als Teil einer kohärenten Strategie zu betrachten und schlagen eine anfängliche Portfolio-Mischung von vier Teilen Gold zu einem Teil Bitcoin vor, um die geringere Volatilität von Gold zu berücksichtigen.

Ein separater Bericht von Fidelity Digital Assets hebt hervor, dass Bitcoin Gold in Bezug auf spezifische Portfoliobedürfnisse überlegen sein könnte. Gründe hierfür sind die begrenzte Umlaufmenge, die Widerstandsfähigkeit gegenüber „innovativer Zerstörung“, die dezentrale Natur und die kryptographische Sicherheit.