Der ehemalige Binance CEO Changpeng „CZ“ Zhao hat kürzlich Vorwürfe bezüglich Verbindungen zum Iran und Terrorismus zurückgewiesen. Die Kryptobörse Binance steht seit Jahren unter behördlicher Beobachtung und hat sich mit zahlreichen Anschuldigungen auseinandersetzen müssen, darunter die Erleichterung von Transaktionen für sanktionierte Parteien.
Berichte deuteten darauf hin, dass Binance und sein ehemaliger CEO Transaktionen für sanktionierte Entitäten, einschließlich solcher mit Verbindungen zum Iran und Terrorgruppen wie Hamas, Hisbollah, Al-Qaida und dem Islamischen Staat, ermöglicht haben könnten. Es gab Hinweise auf Krypto-Transfers in Höhe von über 1,7 Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit iranischen Einheiten. Im November 2023 bekannte sich Binance schuldig, gegen US-Gesetze zur Bekämpfung der Geldwäsche und Sanktionen verstoßen zu haben. Das Unternehmen stimmte einer Strafzahlung von über 4,3 Milliarden US-Dollar zu. Zhao selbst bekannte sich schuldig, kein effektives AML-Programm unterhalten zu haben, trat als CEO zurück und zahlte eine persönliche Geldstrafe von 50 Millionen US-Dollar.
Trotz der früheren Einigung wies Binance jüngste Medienberichte zurück, die behaupteten, die Börse habe weiterhin Gelder ermöglicht, die mit sanktionierten iranischen Entitäten in Verbindung stehen.
Binance bezeichnete diese Behauptungen als „falsch, unbegründet und verleumderisch“. Das Unternehmen gab an, sein Compliance-Programm habe komplexe Finanzaktivitäten effektiv aufgedeckt und angegangen und eine Reduzierung des Risikos durch sanktionierte Entitäten um fast 97 % erreicht. Verdächtige Konten seien stillgelegt und Aktivitäten den Strafverfolgungsbehörden gemeldet worden. Ferner dementierte Binance Darstellungen, dass Mitarbeiter wegen der Meldung von Compliance-Bedenken entlassen worden seien.
Im März 2026 wiesen US-Bundesgerichte Zivilklagen ab, die Binance und Zhao vorwarfen, die Finanzierung von 64 Terroranschlägen erleichtert zu haben. Die Gerichte stellten fest, dass die Kläger keine ausreichenden Beweise für eine direkte Beteiligung oder vorsätzliche Unterstützung durch Binance oder Zhao vorlegen konnten. Dies wurde als bedeutender juristischer Erfolg für die Kryptobörse gewertet.
Trotz der Abweisung der Zivilklagen bleibt Binance weiterhin unter behördlicher Beobachtung. Das US-Justizministerium untersucht Berichten zufolge, ob der Iran Binance zur Umgehung von Sanktionen genutzt hat, mit einem Fokus auf Kryptotransfers von über 1 Milliarde US-Dollar. Darüber hinaus hat Binance eine Verleumdungsklage gegen das Wall Street Journal eingereicht, nachdem die Publikation über iranbezogene Transaktionen und die angebliche Einstellung einer internen Untersuchung berichtet hatte.




