Der Hardware-Wallet-Hersteller Ledger hat am 20. März 2026 John Andrews, einen ehemaligen Manager von Circle, zum neuen Chief Financial Officer (CFO) ernannt. Diese strategische Personalentscheidung ist ein wichtiger Schritt in den Vorbereitungen für einen möglichen Börsengang (IPO). Andrews wird eine Schlüsselrolle bei der Vorbereitung des Unternehmens auf den Gang an die öffentlichen Märkte spielen.
John Andrews bringt umfangreiche Erfahrung aus seiner Tätigkeit bei Circle mit, wo er die Bereiche Kapitalmärkte und Investor Relations verantwortete. Seine neue Rolle bei Ledger wird sich primär auf die Vorbereitung des Unternehmens auf die Börsennotierung konzentrieren. Trotz der Ernennung deutete Andrews an, dass die aktuelle Marktvolatilität zu einer Verzögerung des Börsengangs führen könnte.
Ledger hatte bereits zuvor Pläne für eine Börsennotierung in den Vereinigten Staaten signalisiert. Berichte vom Januar 2026 legten nahe, dass das französische Unternehmen eine Notierung in den USA anstrebt, mit einer potenziellen Unternehmensbewertung von über 4 Milliarden US-Dollar. Bereits im November 2025 äußerte sich CEO Pascal Gauthier zur Bedeutung des US-Marktes für die Kapitalbeschaffung.
„Das Geld für Krypto ist heute in New York, nirgendwo sonst auf der Welt, und sicherlich nicht in Europa.“ – Pascal Gauthier, CEO von Ledger
Für die anstehenden Vorbereitungen arbeitet Ledger Berichten zufolge mit renommierten Banken wie Goldman Sachs, Jefferies und Barclays zusammen. Obwohl die endgültigen Pläne noch nicht feststehen und sich ändern können, wurde Ledger zuletzt im Jahr 2023 mit 1,5 Milliarden US-Dollar bewertet, nach einer Aufstockung seiner Serie-C-Finanzierungsrunde. Das Unternehmen gibt an, dass seine Bewertung seitdem gestiegen ist.
Zur Stärkung seiner Präsenz auf dem amerikanischen Markt, wo rund 40 % des Geschäfts generiert werden, erweitert Ledger seine Aktivitäten durch die Eröffnung eines Büros in New York. Die 2014 in Paris gegründete Firma ist einer der führenden Hersteller von Krypto-Hardware-Wallets, die private Schlüssel offline speichern, um Kryptowährungen vor Online-Hacks zu schützen.
Das Jahr 2025 war für Ledger ein Rekordjahr mit Einnahmen im dreistelligen Millionenbereich. Das Unternehmen sichert für seine Kunden etwa 100 Milliarden US-Dollar an Bitcoin und gibt an, mehr als 20 % der weltweiten Krypto-Assets zu schützen.




