Der Attorney General von Arizona schlägt Alarm: Immer mehr ältere Menschen fallen auf Betrugsmaschen mit Krypto-Geldautomaten herein und verlieren dabei Millionen. Die Betrüger nutzen die verfügbaren Automaten gezielt für ihre Machenschaften aus.
Allein im Jahr 2024 summierten sich die Verluste der Einwohner Arizonas durch betrügerische Krypto-Geldautomaten-Geschäfte auf über 177 Millionen US-Dollar. Landesweit verzeichnete das FBI im selben Jahr Verluste von 246,7 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit virtuellen Währungskiosken. Besonders besorgniserregend ist, dass 43 % der Opfer über 60 Jahre alt waren und über zwei Drittel der gemeldeten Geldverluste ausmachten.
Betrüger geben sich als Strafverfolgungsbeamte, Versorgungsunternehmen oder Familienmitglieder aus und setzen Opfer unter Druck, Bargeld an Krypto-Geldautomaten einzuzahlen.
Generalstaatsanwältin Kris Mayes betont, dass jede Aufforderung zur Einzahlung von Geldern über einen Krypto-Geldautomaten mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Betrugsversuch ist. Diese Masche zielt darauf ab, Bargeld in Kryptowährung umzuwandeln, das schwer zurückzuverfolgen ist.
Als Reaktion auf diese Bedrohung hat Arizona eine neue Gesetzgebung zur Betrugsprävention an Kryptowährungs-Kiosken (ATMs) verabschiedet, die am 26. September 2025 in Kraft tritt. Diese Regelungen sollen den Schutz für gefährdete Bürger erhöhen. Zu den neuen Bestimmungen gehören mehrsprachige Betrugswarnungen an den Automaten, ein 24/7-Kundensupport und tägliche Transaktionslimits. Neukunden sind auf 2.000 US-Dollar pro Tag begrenzt, während bestehende Nutzer bis zu 10.500 US-Dollar einzahlen dürfen. Zudem müssen die Betreiber von Geldautomaten Opfern von Betrug Rückerstattungen gewähren.
Das Büro der Generalstaatsanwältin Kris Mayes hat ein neues Online-Formular zur Meldung von Betrugsfällen eingerichtet. Opfern wird dringend geraten, ihre Verluste innerhalb von 30 Tagen zu melden, um die Chancen auf eine Rückerstattung zu verbessern und weitere Ermittlungen zu ermöglichen.




