Bitcoin 2025: Erstmals rote Jahreskerze nach Halving

Das Jahr 2025 könnte für Bitcoin eine historische Wende bedeuten. Nach dem Halving im April 2024 stagniert der Kurs und eine „rote Jahreskerze“ droht – ein Phänomen, das es in einem Post-Halving-Jahr bisher nie gab. Experten sehen mehrere Ursachen für die ungewöhnliche Entwicklung.

Das vierte Bitcoin-Halving fand am 20. April 2024 statt, bei dem die Blockbelohnung für Miner halbiert wurde. Historisch folgten auf frühere Halvings stets signifikante Kursanstiege: Nach dem Halving 2012 stieg der Preis um über 8.800 %, nach 2016 um knapp 300 % und nach 2020 um über 500 %. Der aktuelle Zyklus nach dem Halving 2024 zeigt jedoch die bisher schwächste prozentuale Wachstumsperformance.

Ein Jahr nach dem Halving im April 2025 lag der Bitcoin-Kurs zwischen 80.000 und 90.000 US-Dollar, mit einem Zuwachs von nur 31 % seit dem Halving.

Anfang 2025 zeigte Bitcoin mit einem Zwischenhoch von über 105.000 EUR und einem Allzeithoch von über 111.000 USD noch Dynamik. Jedoch drehte der Kurs ab April 2025 und fiel auf rund 68.000 EUR zurück. Aktuell, am 28. Dezember 2025, pendelt der Bitcoin-Kurs um die Marke von 88.000 bis 89.000 US-Dollar.

Analysten warnen, dass Bitcoin seit Jahresbeginn 2025 um über 8,9 % gefallen ist. Dies birgt die Gefahr, dass das Jahr 2025 unter seinem Eröffnungskurs schließt. Sollte dies eintreten, wäre es das erste Mal in der Geschichte, dass ein Post-Halving-Jahr mit einer „roten Jahreskerze“ endet.

Mehrere Faktoren werden für diese abweichende Entwicklung angeführt. Eine erhöhte makroökonomische Unsicherheit, die sich in einem gestiegenen „Economic Policy Uncertainty Index“ widerspiegelt, spielt eine Rolle. Zudem trägt die zunehmende Reife des Bitcoin-Marktes und die daraus resultierende geringere Volatilität bei. Auch die Zulassung von Spot-Bitcoin-ETFs Anfang 2024 könnte zu einer vorgezogenen Rallye und nachfolgender Volatilität beigetragen haben.