Der weltweit größte Betreiber von Bitcoin-Geldautomaten, Bitcoin Depot, steht vor erheblichen regulatorischen Hürden. Nach der Suspendierung seiner Lizenz in Connecticut muss das Unternehmen den Betrieb dort einstellen und plant zudem die Offenlegung ungelöster Schwächen in seinen internen Kontrollen.
Das Department of Banking von Connecticut hat die Geldtransferlizenz von Bitcoin Depot ausgesetzt. Als Grund wurden mehrere Verstöße genannt, darunter die Erhebung von Gebühren, die die staatliche Obergrenze von 15 % überschritten. Eine Untersuchung ergab, dass über 1.000 Transaktionen betroffen waren, bei denen mehr als 500 Verbraucher rund 150.000 US-Dollar zu viel zahlten. Des Weiteren wird dem Unternehmen vorgeworfen, Betrugsopfern keine vollständigen Rückerstattungen gewährt und bestimmte Offenlegungs- sowie Compliance-Anforderungen nicht erfüllt zu haben. Bitcoin Depot wurde angewiesen, den Betrieb einzustellen und seine Geldautomaten im Bundesstaat zu deaktivieren.
„Wir arbeiten mit den Behörden zusammen, um die Compliance wiederherzustellen.“
In einer separaten Mitteilung kündigte Bitcoin Depot an, dass das Unternehmen erwartet, ungelöste wesentliche Schwächen in seinen internen Kontrollen der Finanzberichterstattung in seinem bevorstehenden Jahresbericht zu melden. Es wird jedoch nicht erwartet, dass dies zu Änderungen früherer Finanzzahlen führen wird. Das Unternehmen betonte, dass es mit den Behörden kooperiert, um die Einhaltung der Vorschriften wiederherzustellen.
Diese Maßnahmen in Connecticut sind Teil eines breiteren regulatorischen Drucks auf Krypto-Geldautomaten. Bereits zuvor hatten Bundesstaaten wie Massachusetts und Iowa rechtliche Schritte gegen Bitcoin Depot eingeleitet, unter anderem wegen des Vorwurfs der wissentlichen Beihilfe zu Kryptobetrug gegen ältere Menschen. Als Reaktion darauf hat Bitcoin Depot angekündigt, zukünftig eine ID-Verifizierung für jede Transaktion an seinen Geldautomaten zu verlangen.
Trotz der regulatorischen Herausforderungen plant Bitcoin Depot, seine weltweiten Geldautomateninstallationen bis Ende 2025 auf 10.000 Einheiten auszubauen, sowohl durch Übernahmen als auch durch organisches Wachstum. Die Aktie des Unternehmens verzeichnete jedoch im letzten Monat einen Rückgang von 39 % und seit Jahresbeginn einen Rückgang von 55 % (Stand: 17. März 2026).




