Bitcoin-ETFs: Abflüsse trotz Kurs über 70.000 USD

Bitcoin-ETFs erleben derzeit anhaltende Nettoabflüsse, während der Kurs der Kryptowährung die Marke von 70.000 US-Dollar anvisiert. Diese Entwicklung, die sich in einem volatilen Marktumfeld abspielt, steht im Kontrast zu den anfänglichen hohen Zuflüssen nach der Zulassung der Spot-ETFs.

Jüngste Daten zeigen, dass Bitcoin-ETFs Nettoabflüsse von 545 Millionen US-Dollar verzeichneten, während der Bitcoin-Preis (BTC) sich der 70.000-Dollar-Marke näherte. Am 5. Februar 2026 fiel der BTC im asiatischen Handel um mehr als 3 % auf 70.052,38 US-Dollar, den niedrigsten Stand seit November 2024.

Nach der Zulassung der Spot-Bitcoin-ETFs in den USA Anfang 2024 verzeichneten diese zunächst erhebliche Zuflüsse, die im ersten Quartal rund 12,1 Milliarden US-Dollar erreichten. BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) profitierte am meisten mit 13,9 Milliarden US-Dollar, während Grayscales Bitcoin Trust (GBTC) Abflüsse von 14,7 Milliarden US-Dollar sah, da Anleger zu neuen, kostengünstigeren Produkten wechselten.

Im November 2025 verzeichneten US-Spot-Bitcoin-ETFs Nettoabflüsse von 3,47 Milliarden US-Dollar, ein neuer Monatsrekord.

Diese Abwärtstrends setzten sich fort: Im Dezember 2025 gab es etwa 2 Milliarden US-Dollar an Abflüssen, gefolgt von über 3 Milliarden US-Dollar im Januar 2026. Am 30. Januar 2026 wurde ein Nettoabfluss von 510 Millionen US-Dollar registriert, was den vierten aufeinanderfolgenden Tag mit Rücknahmen darstellte.

Ein kurzzeitiger Lichtblick war der 2. Februar 2026, als Spot-Bitcoin-ETFs einen Nettozufluss von 562,62 Millionen US-Dollar verzeichneten und damit eine fünftägige Abflussphase beendeten.

Analysten der Deutschen Bank führen die Rückgänge auf massive Abhebungen von institutionellen ETFs zurück, was auf schwindendes Interesse traditioneller Investoren hindeutet.