Während oft eine Korrelation zwischen Bitcoin, Gold und Silber angenommen wird, betonen Finanzanalysten die Unabhängigkeit ihrer Wertentwicklungen. Experte James Check erklärt, dass Edelmetalle nicht fallen müssen, damit Bitcoin steigt. Auch Lyn Alden sieht keine direkte Konkurrenz, sondern eine Bestimmung durch Makroökonomie und Liquidität.
Bitcoin (BTC) ist nicht zwangsläufig auf die Performance von Gold und Silber angewiesen, um eine positive Wertentwicklung zu erzielen. Diese Ansicht wird von führenden Finanzexperten wie James Check von Glassnode geteilt. Er merkt an, dass ein Unverständnis der Anlageklassen zu der Annahme einer notwendigen negativen Korrelation führen kann. Makrostrategin Lyn Alden ergänzt, dass die Kapitalflüsse zwischen Bitcoin und Gold nicht mechanisch erfolgen, sondern von übergeordneten wirtschaftlichen Faktoren wie makroökonomischen Bedingungen, Liquiditätsdynamiken und Anlegerpositionierungen beeinflusst werden.
Die Kapitalrotation zwischen Gold und Bitcoin ist kein mechanischer Prozess, sondern wird von makroökonomischen Bedingungen, Liquiditätsdynamiken und der Positionierung der Anleger bestimmt.
Im Jahr 2025 zeigte sich ein deutlicher Performance-Unterschied. Gold erreichte ein Rekordhoch von rund 4.490 US-Dollar und verzeichnete seit Jahresbeginn einen Zuwachs von 73 Prozent. Silber stieg sogar um 168 Prozent auf bis zu 77,68 US-Dollar pro Feinunze. Bitcoin hingegen verlor seit Jahresanfang rund 6 Prozent und notierte bei etwa 87.800 US-Dollar. Im vierten Quartal gab Bitcoin um 24,4 Prozent nach, während Silber um 22,8 Prozent zulegte.
Historisch betrachtet ist Bitcoin deutlich volatiler als Gold. Während die jährlichen Schwankungen von Bitcoin oft zwischen 50 und 100 Prozent liegen, was dem Vier- bis Sechsfachen der Goldvolatilität entspricht, werden beide Assets als Wertspeicher mit begrenzter Verfügbarkeit angesehen. Bitcoin ist auf 21 Millionen Einheiten limitiert und seine Produktion halbiert sich im Rhythmus des Halvings. Gold ist physisch auf etwa 216.000 Tonnen beschränkt.
Gold fungiert traditionell als sicherer Hafen und Inflationsschutz. Bitcoin wird zunehmend als ‚digitales Gold‘ mit ähnlichen Eigenschaften wahrgenommen, was auf seine begrenzte Menge und Unabhängigkeit von Zentralbanken zurückzuführen ist. Analysten wie Matthew Kratter sehen in Bitcoins striktem Emissionsplan langfristige strukturelle Vorteile gegenüber Gold, dessen Menge kontinuierlich wächst. Larry Fink von BlackRock zählt Bitcoin neben Gold und Silber zu den ‚Sachwerten‘, die zur Vermögenserhaltung in Zeiten steigender Defizite beitragen können.
Eine Kombination aus Gold und Bitcoin kann Portfolios diversifizieren. Während Gold Stabilität bietet, kann Bitcoin Wachstumspotenzial und Inflationsschutz liefern. Diese Diversifikation kann Risiken minimieren und Renditechancen verbessern, insbesondere in volatilen Marktphasen. Zudem zeigt Bitcoin eine geringere Korrelation mit US-Staatsanleihen, was es zu einem wertvollen Diversifikationsinstrument macht.




