Bitcoin korreliert stark mit Tech-Aktien wie Nvidia

Bitcoin zeigt eine zunehmende Korrelation mit dem Sentiment von Technologieaktien, insbesondere KI-gesteuerten Unternehmen wie Nvidia. Diese Verbindung, verstärkt durch institutionelle Anleger und Krypto-ETF-Flüsse, könnte bei einem plötzlichen Ausverkauf von Tech-Werten eine Abwärtsspirale für Bitcoin auslösen, was die Marktvolatilität beeinflusst.

Die enge Bindung zwischen Bitcoin und Tech-Aktien wie Nvidia wird durch die Allokationsentscheidungen institutioneller Anleger und die Ströme in Spot-Krypto-ETFs verstärkt. Bitcoin verhält sich zunehmend wie ein klassisches Risiko-Asset, eingebettet in denselben makroökonomischen Kontext, der auch Wachstumsaktien und Halbleiterunternehmen wie Nvidia beeinflusst. Die Korrelation mit dem Nasdaq-Index lag 2025 größtenteils über 0,5, was auf eine gemeinsame Marktdynamik hindeutet.

Milliardenschwere Hedgefonds-Manager reduzieren Berichten zufolge ihre Nvidia-Positionen zugunsten von Bitcoin-ETFs, was auf eine Neubewertung von Risikoallokationen hindeutet.

Besonders auffällig sind die strategischen Anpassungen großer Finanzakteure. Manager wie Israel Englander (Millennium Management) und Ken Griffin (Citadel Advisors) haben im Laufe des Jahres 2024 und 2025 Nvidia-Anteile verkauft und stattdessen in Bitcoin-ETFs investiert. Diese Verschiebung wird teilweise durch die starken Kursgewinne von Nvidia und Bedenken hinsichtlich einer möglichen ‚KI-Blase‘ erklärt. Auch Unternehmen wie MicroStrategy, das eine signifikante Menge Bitcoin hält, sehen sich mit Marktdruck konfrontiert. Trotz nicht realisierter Verluste von über 17 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal 2025 tätigte MicroStrategy im Anschluss weitere Käufe.

Die Sorge besteht, dass ein signifikanter Preisverfall bei Bitcoin MicroStrategy zwingen könnte, Teile seiner Bestände zu verkaufen, was zu einem breiteren Marktabschwung führen könnte. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung der Volatilität eine signifikante Beruhigung: Die jährliche Volatilität von Bitcoin sank von einem Höchststand von 7,58 % im Jahr 2013 auf ein Rekordtief von 2,24 % im Jahr 2025. Diese geringere Schwankungsbreite, gepaart mit der Aufnahme durch ETFs und Unternehmensbestände, signalisiert eine fortschreitende Reifung des Marktes für institutionelles Kapital.

Nach anfänglichen Abflüssen aus US-Spot-Bitcoin-ETFs Ende 2025 gab es zu Beginn des Jahres 2026 starke Zuflüsse von über 1 Milliarde US-Dollar in den ersten Handelstagen. Dies deutet auf ein wiedererwachtes und anhaltendes institutionelles Interesse hin, trotz der Verflechtungen mit dem Technologie-Sektor.