Bitcoin-Krise 2026: „Digitales Gold“ verliert an Wert

Die These, dass Bitcoin als „digitales Gold“ fungiert und in wirtschaftlich unsicheren Zeiten als sicherer Hafen dient, gerät zunehmend unter Druck. Insbesondere im Jahr 2026 zeigen Marktbeobachtungen eine wachsende Korrelation von Bitcoin mit Technologieaktien des Nasdaq, was auf eine verstärkte institutionelle Integration und eine veränderte Anlegerwahrnehmung hindeutet.

Bitcoin verhält sich in Marktturbulenzen zunehmend nicht mehr wie ein traditioneller sicherer Hafen. Anstatt sich von Risikoanlagen abzukoppeln, folgt Bitcoin oft deren Abwärtstrend. Wenn Liquidität schrumpft und Aktien verkauft werden, tendiert Bitcoin dazu, diesem Muster zu folgen. Diese synchronisierten Rückgänge signalisieren, dass institutionelles Kapital Bitcoin vermehrt als Teil des allgemeinen Risikokomplexes betrachtet und nicht als unabhängiges Absicherungsinstrument. Im Februar 2026 handelte Bitcoin nahe 63.000 US-Dollar bis 78.000 US-Dollar, während Gold Rekordwerte erreichte, teilweise über 5.300 US-Dollar bis 5.600 US-Dollar pro Unze. Dieser Kontrast schwächt die Erzählung vom „digitalen Gold“ erheblich.

Im Februar 2026 handelte Bitcoin nahe 63.000 US-Dollar oder 78.000 US-Dollar, während Gold Rekordwerte erreichte.

Die Korrelation von Bitcoin mit dem Nasdaq hat sich seit 2020 strukturell verstärkt. Aktuelle Daten belegen, dass BTC nun häufig im Gleichschritt mit Technologieaktien handelt. Im Januar 2026 erreichte die 30-Tage-Rollkorrelation zwischen Bitcoin und dem Nasdaq 100 einen Wert von 0,80, den höchsten Stand seit fast vier Jahren. Diese Entwicklung wird durch die zunehmende Präsenz institutioneller Investoren, die Einführung von Bitcoin-ETFs und Futures vorangetrieben, welche traditionellen Anlegern den Zugang zu Bitcoin ermöglichen und dessen Bewegungen stärker mit konventionellen Vermögenswerten verknüpfen.

Im Januar 2026 erreichte die 30-Tage-Rollkorrelation zwischen Bitcoin und dem Nasdaq 100 einen Wert von 0,80.

Anfang 2026 hat Bitcoin Schwierigkeiten, das Niveau von 66.000 US-Dollar oder 80.000 US-Dollar nachhaltig zu überschreiten, da anhaltender Verkaufsdruck und schwache Dynamik das Marktvertrauen belasten. Bitcoin befindet sich in einer Konsolidierungsphase, anstatt einen nachhaltigen Erholungstrend zu zeigen. Das allgemeine Umfeld ist von vorsichtigen Liquiditätsbedingungen, makroökonomischer Unsicherheit und einer eingeschränkten Risikobereitschaft geprägt. In solchen Phasen verhält sich Bitcoin häufig eher wie ein Hoch-Beta-Asset als wie „digitales Gold“. Makroökonomische Einflussfaktoren wie globale Konjunkturzyklen, Zinsniveaus und Inflationsraten haben einen immer stärkeren Einfluss auf den Bitcoin-Preis.