Bitcoin: Längste Verlustserie seit 2022 belastet Anleger

Bitcoin erlebt derzeit die längste Verlustserie seit 2022, während geopolitische Spannungen und globale Unsicherheiten die Anleger nervös machen. Nach erheblichen Rückgängen im Februar 2026 zeigt sich eine deutliche **

Bitcoin steht vor einer seiner längsten Verlustphasen der jüngeren Geschichte. Sowohl im Januar als auch im Februar 2026 verzeichnete die Kryptowährung Rückgänge, was seit 17 Jahren nicht mehr vorkam. Der Kurs fiel im Januar um 10,17 % und im Februar um 12,12 %. Der größte Tagesverlust seit dem Zusammenbruch der FTX-Börse im November 2022 wurde am 5. Februar mit einem Rückgang von 13 Prozent registriert. Seit seinem Höchststand im Oktober 2025 hat Bitcoin rund 47 % seines Wertes verloren und testete im Februar 2026 zeitweise die 60.000-Dollar-Marke.

Am 16. Februar 2026 wurde Bitcoin bei rund 68.600 USD gehandelt, was die anhaltende Volatilität des digitalen Vermögenswerts unterstreicht.

Steigende geopolitische Spannungen, insbesondere im Nahen Osten, sowie die Unsicherheit über mögliche Zinsschritte der US-Notenbank belasten die globale Risikobereitschaft. Investoren bevorzugen sicherere Anlageklassen wie Gold gegenüber risikoreicheren Vermögenswerten wie Bitcoin. Globale politische Veränderungen und eine zunehmend fragmentierte Weltordnung tragen zur Verunsicherung bei. Die enge Korrelation zwischen makroökonomischen Entwicklungen und dem Risikoprofil von Kryptowährungen ist in den letzten zwölf Monaten offensichtlich geworden. Bitcoin wird zunehmend als spekulatives Objekt denn als Absicherungswert betrachtet.

Die Marktstimmung ist angespannt, was sich im Fear-and-Greed-Index von CryptoQuant widerspiegelt, der bei nur 10 von 100 Punkten liegt und auf „extreme Angst“ hindeutet. In den USA notierte Bitcoin-ETFs verzeichneten die vierte Woche in Folge Nettoabflüsse, mit einem Abzug von 360 Millionen US-Dollar allein in der letzten Woche. Insgesamt gab es drei Monate in Folge Nettoabflüsse, die längste Serie seit der Einführung dieser Fonds Anfang 2024. Am 17. Februar 2026 lag die globale Marktkapitalisierung für Kryptowährungen bei 2,33 Billionen US-Dollar, ein täglicher Rückgang von 1,15 %. Ein großer Hedgefonds in Hongkong soll durch Zwangsliquidationen eine schnelle Kursbewegung von 90.000 auf 60.000 US-Dollar ausgelöst haben. Aktuell befinden sich etwa 25 % aller Bitcoins in der Verlustzone, was potenziellen Verkaufsdruck erhöht.

Nur 55 Prozent des Bitcoin-Angebots sind derzeit im Gewinn, was bedeutet, dass ungefähr zehn Millionen BTC mit Verlust gehalten werden.