Bitcoin Miner Kapitulation: Bodenbildung deutet sich an

Der Bitcoin-Markt zeigt deutliche Anzeichen einer Miner-Kapitulation, die historisch oft einem Preisboden vorausgeht. Die anhaltende Verkaufsaktivität von Minern deutet auf finanzielle Schwierigkeiten hin, könnte aber auch eine Erholung einleiten.

Eine Miner-Kapitulation beschreibt den Zustand, in dem Bitcoin-Miner mehr ihrer geschürften Coins verkaufen, als sie aufnehmen. Dies ist oft keine Gewinnmitnahme, sondern eine Notwendigkeit aufgrund sinkender Profitabilität. Fällt der Bitcoin-Kurs, wird das Mining für unrentable Betreiber unwirtschaftlich, was sie zwingt, ihre Bestände zu veräußern oder den Betrieb einzustellen.

Der Bitcoin-Kurs fiel im Februar 2026 unter 63.000 US-Dollar, was zu einer 46-tägigen Kapitulationsphase bei Minern führte.

Die Einnahmen der Miner sind drastisch gesunken. Monatsübergreifend fielen die Transaktionsgebühren von 194 BTC im Mai 2025 auf nur noch 65 BTC im Februar 2026. Die durchschnittlichen Produktionskosten liegen laut Experten bei rund 87.000 US-Dollar, was bedeutet, dass viele Miner aktuell mit Verlust arbeiten. JPMorgan schätzte die Kosten zuletzt auf 77.000 US-Dollar.

Die globale Hashrate sank auf unter 950 Terahash/s. Trotz eines historischen Anstiegs der Mining-Schwierigkeit um 14,73 Prozent am 19. Februar 2026, bleibt der Druck auf die Miner hoch. Berichten zufolge hat der Mining-Riese Bitdeer seine gesamten Bitcoin-Bestände liquidiert.

Historisch gesehen signalisieren Kapitulationsphasen oft eine Bodenbildung oder eine nachfolgende Rallye. Der Markt wird bereinigt und der Verkaufsdruck lässt nach.

Das ‚Hash Ribbon‘-Signal könnte auf einen Preisboden innerhalb der nächsten zwei bis vier Monate hindeuten, wenn sich historische Muster wiederholen. Der aktuelle Zyklus wird als ‚Phase 4 (überlebende Miner stabilisieren sich)‘ beschrieben. Die Marke von 60.000 US-Dollar gilt als kritische Unterstützung.