Ein führender Krypto-Analyst, bekannt als Crypto Rover, stellt die traditionelle Sicht auf Bitcoin in Frage. Er argumentiert, dass nicht die begrenzte Menge von 21 Millionen Coins den Markt primär antreibt, sondern das Phänomen des „Paper Bitcoin“ maßgeblich ist.
Crypto Rover erklärt, dass Bitcoin nicht mehr wie ein einfaches Angebot-Nachfrage-Asset gehandelt wird. Dieser Wandel, obwohl die Obergrenze von 21 Millionen Bitcoin konstant bleibt, hat die Knappheit durch moderne Finanzinstrumente effektiv verwässert. Dies sei ein Hauptgrund für aktuelle Preisrückgänge.
„Paper Bitcoin“ bezieht sich auf eine Finanzebene mit Derivaten, die synthetische Preisbindung schaffen, ohne neue Bitcoin zu generieren.
Zu diesen Finanzinstrumenten zählen bargeldabgewickelte Futures, Perpetual Swaps, Optionskontrakte, Prime Brokerage Lending, Wrapped Bitcoin (WBTC) und Total Return Swaps. Sie bieten Preisexposition, stellen aber keinen direkten Besitz des zugrunde liegenden Assets dar.
Der Bitcoin-Preis spiegelt laut Rover zunehmend Hebelwirkungen, Händlerpositionierungen, Margin-Stress und Liquidationsdynamiken wider. Dies kann zu starken Preisbewegungen führen, selbst bei geringem Handel mit echten Coins, da ein Bitcoin mehrfach in verschiedenen Finanzprodukten genutzt werden kann.
Dieses Phänomen der „synthetic float expansion“ schwächt die wahrgenommene Knappheit und erhöht die Volatilität.
Früher basierte die Bitcoin-Bewertung auf der festen Menge von 21 Millionen Coins. Diese Grenze ist im Protokoll verankert und wird voraussichtlich um 2140 erreicht. Rover betont jedoch, dass die Finanzstruktur um Bitcoin diese Knappheitseigenschaft überlagert hat.
Ähnliche Verschiebungen, bei denen Derivatemärkte den physischen Handel übertrafen, wurden bereits in Märkten wie Gold, Silber, Öl und großen Aktienindizes beobachtet.




