Bitcoin: Report warnt vor Bärenmarkt-Rallye statt Erholung

Ein aktueller Krypto-Report äußert Bedenken, dass der jüngste Kursanstieg von Bitcoin lediglich eine Bärenmarkt-Rallye sein könnte und keine nachhaltige Erholung signalisiert. Dies dämpft die Hoffnungen auf ein schnelles Ende des aktuellen Abwärtstrends.

Eine Bärenmarkt-Rallye beschreibt eine kurzfristige, starke Kurserholung innerhalb eines längerfristigen Abwärtstrends, die jedoch die zugrunde liegende negative Marktentwicklung nicht ändert. Laut einem Bericht der On-Chain-Analyseplattform CryptoQuant ähnelt das aktuelle Kursverhalten von Bitcoin historischen Mustern einer solchen Rallye, die bereits 2022 beobachtet wurden.

Der Bitcoin-Kurs erreichte zuletzt fast 98.000 US-Dollar, ein Anstieg von über 20 Prozent seit seinem Tief im November. Dennoch konnte der wichtige 365-Tage-Durchschnitt bei etwa 101.000 US-Dollar, der historisch als Regimegrenze gilt, noch nicht zurückerobert werden. Frühere Bärenzyklen zeigten wiederholte Ablehnungen an dieser Schwelle, gefolgt von weiteren Kursverlusten.

Der Bitcoin-Preis fiel um 19 %, als er den Beginn eines Bärenmarktes bestätigte, nachdem er unter seinen 365-Tage-gleitenden Durchschnitt fiel.

Obwohl sich die Nachfragebedingungen laut dem Report leicht verbessert haben, bleiben sie schwach. US-Spot-Indikatoren zeigten nur kurzfristig positive Tendenzen, und Bitcoin-ETFs verzeichneten nach anfänglichen Nettoverkäufen lediglich eine Pause. Trotz beachtlicher Nettozuflüsse in Höhe von 1,42 Milliarden US-Dollar in einer Handelswoche, können die Zuflüsse in die Krypto-ETFs noch keine nachhaltige Akkumulation signalisieren.

Ein weiteres Warnsignal sind die gestiegenen Bitcoin-Zuflüsse an die Krypto-Börsen nach der jüngsten Rallye. Mit einem Sieben-Tage-Durchschnitt von rund 39.000 BTC erreichten sie den höchsten Stand seit Ende November. Dies könnte auf einen wachsenden Verkaufsdruck hindeuten.