Bitcoin Superzyklus: Wann beginnt die nächste Ära?

Ein Bitcoin-Superzyklus, definiert als eine langfristige Phase außergewöhnlichen Wachstums, könnte den Kryptomarkt grundlegend verändern. Analysten diskutieren intensiv über den Zeitpunkt seines Beginns und die treibenden Kräfte dahinter.

Ein Bitcoin-Superzyklus beschreibt eine verlängerte Phase außergewöhnlichen Wachstums und Aufwärtsdynamik im Kryptowährungsmarkt. Im Gegensatz zu typischen kurzfristigen Blasen, die von Hype und Spekulation angetrieben werden, deutet ein Superzyklus auf einen grundlegenden Wandel hin, der über viele Jahre von starken Fundamentaldaten untermauert wird. Dieser Zyklus wäre durch reale Akzeptanz, institutionelles Kapital und makroökonomische Veränderungen bedingt, was zu gedämpfteren Rückgängen, weniger tiefen Einbrüchen und stetigem Wachstum führen würde, das die bisherigen Muster überwindet. Das Konzept wurde ursprünglich von Dan Held, einer bekannten Persönlichkeit im Krypto-Bereich, eingeführt.

Der Marktanalyst KillaXBT prognostiziert, dass der eigentliche Bitcoin-Superzyklus erst einsetzen wird, wenn Kapital ‚entscheidend‘ von Edelmetallen in Bitcoin rotiert. Dies wird für 2027 erwartet, mit 2026 als möglicher bärischer Phase.

KillaXBT zieht eine historische Parallele zwischen Gold Anfang 1972 und der aktuellen Position von Bitcoin auf dem Weg ins Jahr 2027. Er erwartet, dass Edelmetalle wie Gold und Silber in einen mehrjährigen Abwärtstrend geraten werden, was Investoren dazu zwingen wird, andere Inflationsschutzhäfen wie Bitcoin zu suchen. Er glaubt, dass die aktuelle Phase der letzte Bärenmarkt sein könnte, in dem Bitcoin unter 100.000 US-Dollar gehandelt wird.

Andere Analysten spekulieren, dass die Branche bereits im Jahr 2025 in eine Superzyklus-Phase eintreten könnte, gekennzeichnet durch digitale Vermögenswerte und verstärktes institutionelles Engagement, wie Krypto-ETFs. Analysten von Swan Bitcoin sehen eine grundlegende Veränderung des Marktverhaltens durch institutionellen Einfluss, die langfristige Abwärtstrends unwahrscheinlicher macht.

Der Analyst ‚Kaleo‘ argumentiert, dass der traditionelle Vierjahreszyklus, der von Halving-Ereignissen geprägt war, an Relevanz verliert, bedingt durch Spot-ETFs, staatliche Käufe und verbesserte Infrastruktur. Kevin Svenson prognostizierte im Juli 2024 einen Höhepunkt im Januar 2025, verbunden mit dem Bitcoin-Halving und US-Präsidentschaftswahlzyklen.

Analyst Doctor Profit sah im Juli 2024 die damalige Kursentwicklung als erste Phase eines potenziellen Superzyklus mit einem Kursziel von 220.000 US-Dollar.

Im November 2025 erklärte der polnische Krypto-Analyst Phil Konieczny die ‚Superzyklus‘-Erzählung für tot, da Bitcoin nach einem Höchststand von rund 126.000 US-Dollar im Oktober 2025 in einen klassischen Bärenmarkt eingetreten sei, der historischen Vierjahreszyklen entspricht.