Bitcoin: Totgesagt, doch die Infrastruktur boomt

Trotz wiederholter Meldungen über seinen „Tod“ im Jahr 2025 erlebte Bitcoin ein signifikantes Wachstum seiner zugrunde liegenden Infrastruktur. Dies widerlegte die Skepsis vieler Kritiker und zeigte eine Vertiefung der Integration von Kryptowährungen in das globale Finanzsystem, trotz starker Preisvolatilität.

Das Jahr 2025 war geprägt von mehreren Perioden, die Bitcoin als „tot“ oder in schwerer Krise erklärten. Ein durch KI ausgelöster Flash-Crash im Januar, ein massives Liquidationsereignis im Oktober durch die Ankündigung von 100 % Zöllen, das über 19 Milliarden US-Dollar an gehebelten Positionen vernichtete, und Monate des „Altcoin-Gemetzel“ heizten diese Spekulationen an. Sogar ein Einbruch im vierten Quartal, der die Jahresgewinne aufzehrte, führte zu Schlagzeilen über einen „Krypto-Winter 2.0“.

Trotz eines Höchststands von über 126.000 US-Dollar im Oktober beendete Bitcoin das Jahr 2025 mit einer Jahresperformance von -5,49 %.

Analysten wie Phil Konieczny sahen Anzeichen eines klassischen Bärenmarktes, als Bitcoin im Oktober von 126.000 US-Dollar auf rund 85.000 US-Dollar fiel und den sogenannten „Superzyklus“ für beendet erklärten. Dies stellte jedoch eher eine kontrollierte Korrektur als einen vollständigen Absturz dar.

Parallel zu den Preisturbulenzen gab es ein robustes Wachstum der Bitcoin- und Krypto-Infrastruktur. Krypto-ETFs verzeichneten Zuflüsse von 46 Milliarden US-Dollar, wobei Bitcoin-ETFs mit 26,8 Milliarden US-Dollar den größten Anteil ausmachten. Unternehmen wie Vanguard revidierten ihr Krypto-Verbot, und Investmentfirmen erhöhten ihre Bestände in Spot-Bitcoin-ETFs.

Es wurden erste globale regulatorische Rahmenwerke etabliert, wie Gesetze für Stablecoins und Regelwerke wie der US GENIUS Act und Europas MiCA, welche die Krypto-Branche tiefer in das globale Finanzsystem einbetteten. Die Netzwerkaktivität von Bitcoin erreichte neue Höchststände, angetrieben durch Protokolle wie Bitcoin Ordinals und Runes. Bitcoin DeFi und Layer-2-Lösungen boomten, wobei L2s einen Zuwachs von 600 % verzeichneten.

Die Anzahl börsennotierter Unternehmen, die Bitcoin halten, stieg potenziell von 68 auf 100. Zudem wird die Entstehung strategischer Bitcoin-Reserven (SBRs) durch Staaten als wichtiger Schritt für Bitcoins Status als Wertanlage angesehen. Stablecoins entwickelten sich zu einer tragenden Infrastruktur des digitalen Finanzsystems mit einem potenziellen Marktwert von 400 Milliarden US-Dollar.

Die grundlegende Infrastruktur von Bitcoin und des breiteren Krypto-Ökosystems war trotz der Preisschwankungen und wiederholten „Todeserklärungen“ im Jahr 2025 widerstandsfähig und entwickelte sich weiter.