Bitcoin trotzt Geopolitik: Gewinne trotz Börsenfall

In Zeiten geopolitischer Unsicherheit und fallender Aktienmärkte zeigt Bitcoin eine bemerkenswerte Stärke. Während traditionelle Märkte unter dem Konflikt im Nahen Osten leiden, konnte die Kryptowährung Wertzuwächse verzeichnen und wird zunehmend als potenzieller sicherer Hafen diskutiert.

Die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten zwischen den USA und dem Iran haben weltweit für Unruhe gesorgt und traditionelle Finanzmärkte stark belastet. Europäische Börsenindizes wie der EuroStoxx 50 verzeichneten innerhalb einer Woche deutliche Verluste von bis zu 6,8 Prozent. Auch der britische FTSE 100 und der Schweizer SMI gaben merklich nach. Selbst der US-Markt blieb nicht verschont, und es gab Warnungen vor einem möglichen Crash bei weiterer Eskalation. Steigende Ölpreise auf bis zu 120 US-Dollar pro Barrel verschärften die Sorgen vor Inflation und Rezession.

„Bitcoin hat sich in dieser turbulenten Phase stärker als Gold und Aktien erwiesen.“

Entgegen dem negativen Trend an den Aktienmärkten zeigte Bitcoin eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit. Nach anfänglichen Kursrückgängen erholte sich die Kryptowährung schnell und stieg sogar über die Marke von 70.000 US-Dollar, wobei am 4. März 2026 ein Einmonatshoch von 73.421 US-Dollar erreicht wurde. Bemerkenswert war ein Zuwachs von 3 Prozent an einem einzigen Tag im März 2026 auf 68.960,7 US-Dollar. Positive Äußerungen des US-Präsidenten zu einem möglichen Ende des Konflikts führten zu einem weiteren Anstieg von rund 4,4 Prozent innerhalb von 24 Stunden.

Analysten sehen mehrere Gründe für die Stärke von Bitcoin. Eine geringere Korrelation mit den volatilen Ölmärkten im Vergleich zu traditionellen Anlagen spielt eine Rolle. Zudem festigt sich die Erzählung von Bitcoin als unkorreliertes Asset und „sicherem Hafen“ in Krisenzeiten. Dies spiegelt sich auch in den Kapitalzuflüssen in US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs wider, die seit Beginn der Eskalation Nettozuflüsse von über 735 Millionen US-Dollar verzeichneten. Makroökonomische Argumente, die auf Staatsverschuldung zur Kriegsfinanzierung und daraus resultierendem Druck auf Fiat-Währungen verweisen, könnten ebenfalls die Attraktivität knapper Assets wie Bitcoin erhöhen. On-Chain-Daten deuten auf eine Akkumulationsphase hin.

„Kriege werden über Staatsverschuldung finanziert, was zu höheren Defiziten und Druck auf Fiat-Währungen führt – ein Umfeld, von dem knappe Assets profitieren könnten.“