Ilya Lichtenstein, der wegen seiner Beteiligung am Bitfinex-Hack von 2016 verurteilt wurde, ist nach rund 14 Monaten Haft vorzeitig entlassen worden. Seine Freilassung verdankt er dem vom damaligen US-Präsidenten Donald Trump unterzeichneten ‚First Step Act‘, einem Gesetz zur Strafrechtsreform, das Strafmilderungen und erweiterte Programme zur vorzeitigen Entlassung vorsieht. Lichtenstein bedankte sich explizit bei Trump für diese Möglichkeit.
Der Bitfinex-Hack im August 2016 führte zum Diebstahl von etwa 120.000 Bitcoin. Der Wert der gestohlenen Kryptowährung betrug zum Zeitpunkt des Hacks rund 71 Millionen US-Dollar. Bei Lichtensteins Verhaftung im Februar 2022 war dieser Wert auf über 4,5 Milliarden US-Dollar gestiegen und lag im Januar 2026 bei über 10 Milliarden US-Dollar.
Ilya Lichtenstein plädierte auf schuldig wegen Verschwörung zur Geldwäsche und Betrug der Vereinigten Staaten. Im November 2024 wurde er zu fünf Jahren Haft verurteilt. Ein erheblicher Teil der gestohlenen Gelder konnte von den US-Behörden sichergestellt werden. Seine Ehefrau, Heather Morgan, die ebenfalls in die Geldwäsche involviert war, erhielt eine Haftstrafe von 18 Monaten und wurde im Oktober 2025 entlassen.
Der ‚First Step Act‘ ist ein Gesetz, das Strafmilderungen ermöglicht, Programme zur vorzeitigen Entlassung erweitert und die Rehabilitation betont.
Das im Dezember 2018 von Präsident Trump in Kraft gesetzte Gesetz erlaubt Insassen, Zeitgutschriften durch die Teilnahme an genehmigten Programmen und gutes Benehmen zu erwerben, insbesondere bei nicht-gewalttätigen Straftaten.
Lichtenstein qualifizierte sich durch die Einhaltung dieser Kriterien für die Zeitgutschriften, was zu seiner früheren Entlassung führte. Nach seiner Freilassung bedankte er sich über soziale Medien bei Donald Trump für die Anwendung des ‚First Step Act‘.
Er kündigte an, sich weiterhin für positive Beiträge im Bereich der Cybersicherheit einsetzen zu wollen.




