Am 6. Februar 2026 erlebte die Kryptowährungsbörse Bithumb einen massiven operativen Fehler, der zu einem kurzfristigen Absturz des Bitcoin-Preises auf der Plattform führte. Ein Werbeaktionsfehler entwickelte sich zu einer „Gratis-Bitcoin“-Falle für Händler.
Die Fehlfunktion ereignete sich während einer Werbeaktion, bei der Nutzer eigentlich kleine Belohnungen in koreanischen Won erhalten sollten. Durch einen internen Konfigurationsfehler schrieb Bithumb jedoch stattdessen mindestens 2.000 Bitcoin pro Konto gut. Dieser Fehler betraf etwa 695 Kundenkonten mit einer irrtümlichen Gutschrift von rund 620.000 BTC, deren Wert auf 40 bis 44 Milliarden US-Dollar geschätzt wurde.
Die irrtümlich gutgeschriebene Menge an Bitcoin überstieg Bithumbs tatsächliche Bestände um das 15-fache.
Als einige Nutzer die unerwartet hohen Bitcoin-Guthaben bemerkten, versuchten sie, diese zu verkaufen. Dieser plötzliche Verkaufsdruck führte zu einem „Flash Crash“ auf Bithumb, bei dem der Bitcoin-Preis um etwa 17 % auf rund 55.000 US-Dollar fiel, während die globalen Kurse stabil blieben.
Bithumb erkannte den Fehler innerhalb von 35 Minuten und schränkte den Handel und Abhebungen für betroffene Konten ein. Die Börse bestätigte, dass es sich um einen internen Fehler handelte. Fast alle irrtümlich gutgeschriebenen Bitcoin konnten zurückgewonnen werden, jedoch wurden rund 1.786 bis 1.788 BTC vor Wirksamwerden der Einschränkungen verkauft.
Finanzbehörden schätzten, dass Nutzer in diesem Zeitfenster Bitcoin im Wert von über 2 Milliarden US-Dollar verkauft hatten.
Der Vorfall löste Notstandsgespräche bei den südkoreanischen Finanzaufsichtsbehörden aus und warf Fragen bezüglich der Betriebskontrollen und Systemschwachstellen von Krypto-Börsen auf. Bithumb hatte in der Vergangenheit bereits mit Sicherheitsproblemen zu kämpfen, darunter Hacks im Jahr 2018 und erneut im April 2024.




