Bitwise: DeFi-Vault mit Kontrolle für Krypto-Renditen

Bitwise, ein führender Vermögensverwalter im Kryptobereich, hat eine bahnbrechende dezentrale Finanz-Vault (DeFi-Vault) eingeführt. Diese nicht-verwahrende Lösung ermöglicht Anlegern, ihre Vermögenswerte vollständig zu kontrollieren und direkt von On-Chain-Renditen zu profitieren, während Bitwise das strategische Management übernimmt.

Die am 26. Januar 2026 gestartete DeFi-Vault von Bitwise operiert als nicht-verwahrendes Produkt. Dies bedeutet, dass die Nutzer stets die Kontrolle über ihre eingesetzten Krypto-Assets behalten. Die Gelder verbleiben in den Wallets der Nutzer und werden über Smart Contracts auf der Blockchain eingesetzt. Bitwise konzentriert sich auf die Verwaltung der Strategieparameter und des Echtzeit-Risikomanagements, wobei alle Transaktionen transparent auf öffentlichen Blockchains nachvollziehbar sind.

Die anfängliche Strategie der Vault zielt darauf ab, USDC-Stablecoins über überbesicherte Pools auf dem dezentralen Kreditprotokoll Morpho zu verleihen. Mit dieser Methode strebt Bitwise Renditen von bis zu 6 % jährlich an, die von den aktuellen Marktbedingungen abhängen. Bitwise fungiert dabei als „Kurator“ auf der von Morpho bereitgestellten Infrastruktur.

Bitwise bezeichnet On-Chain-Vaults als „ETF 2.0“, um professionelles Portfoliomanagement mit den Prinzipien der dezentralen Finanzwelt zu verbinden.

Dieser Schritt von Bitwise spiegelt einen wachsenden Trend bei Vermögensverwaltern wider, die über traditionelle Exchange-Traded Products (ETPs) hinausgehen und sich direkt in die dezentrale Finanzinfrastruktur integrieren. Anstatt sich ausschließlich auf regulierte Vehikel zu verlassen, experimentieren Unternehmen zunehmend mit direkter DeFi-Exposition.

Für die Zukunft sind erweiterte Funktionen geplant, darunter die Unterstützung weiterer Stablecoins und Krypto-Assets sowie die Integration breiterer DeFi-Strategien wie Tokenisierung von Real-World-Assets (RWA), Liquiditätsbereitstellung an dezentralen Börsen (DEX) und Yield Farming.

Obwohl DeFi attraktive Renditen bietet, birgt die Kreditvergabe über DeFi-Vaults Risiken. Dazu zählen Schwachstellen in Smart Contracts, das Risiko von Sicherheitenverlusten bei schnellem Wertverfall und das Fehlen einer Einlagensicherung. Verluste können unter Umständen unter den Kreditgebern innerhalb derselben Vault geteilt werden.