Die BNY Mellon, eine der weltweit größten Depotbanken, hat einen neuen Dienst für tokenisierte Einlagen eingeführt, der sich an institutionelle Anleger richtet. Dieser Schritt markiert eine weitere Vertiefung in digitale Vermögenswerte und ermöglicht Transaktionen über Blockchain-Technologie.
Tokenisierte Einlagen sind digitale Darstellungen von Bankguthaben, die auf einer Blockchain abgebildet werden. Sie sind vollständig durch regulierte Bankguthaben bei BNY Mellon gedeckt und in die bestehende Bankinfrastruktur integriert. Ziel ist es, Zahlungen effizienter, schneller und transparenter zu gestalten, indem sie nahezu sofortige Abwicklung und einen 24/7-Betrieb ermöglichen und Beschränkungen älterer Zahlungssysteme überwinden.
Carolyn Weinberg von BNY Mellon betont, dass der Dienst traditionelle Bankinfrastruktur mit digitalen Schienen verbindet, der Institutionen vertrauen.
Die tokenisierten Einlagen können für Sicherheiten- und Margin-Transaktionen sowie für Zahlungen genutzt werden. BNY Mellon, die im September des Vorjahres 57,8 Billionen US-Dollar an Vermögenswerten verwahrte, positioniert sich mit dieser Einführung als Vorreiter in der Digitalisierung des Finanzsektors.
Zu den ersten Nutzern zählen namhafte Akteure wie Intercontinental Exchange (ICE), Citadel Securities, DRW Holdings, Ripple Prime, Baillie Gifford und Circle. Dies geschieht im Zuge einer Beschleunigung von Tokenisierungsbemühungen großer Finanzinstitute, auch begünstigt durch Gesetze wie den US GENIUS Act, der einen regulatorischen Rahmen für Stablecoins schafft.
BNY Mellon nahm bereits seit 2023 an Projekten zur Interoperabilität tokenisierter Einlagen teil und arbeitete im Juli desselben Jahres mit Goldman Sachs an einem tokenisierten Geldmarktfonds zusammen. Auch andere Banken wie JPMorgan und HSBC verfolgen ähnliche Initiativen im Bereich tokenisierter Einlagen.




