Cathie Wood: Bitcoin übertrifft Gold als Wertspeicher

ARK Invest CEO Cathie Wood sieht Bitcoin als überlegenen Wertspeicher gegenüber Gold. Sie argumentiert, dass die mathematische Begrenzung des Bitcoin-Angebots es knapper macht als Gold, dessen Produktion auf Preissignale reagiert.

Wood hebt hervor, dass Bitcoins Angebot mathematisch auf 21 Millionen Einheiten begrenzt ist, während das Angebot an Gold elastischer ist, da Minen auf Preissteigerungen reagieren können. Dies mache Bitcoin zu einem überlegenen knappen Gut. Sie verweist auf unterschiedliche Angebotssteigerungen und Zuwächse: Bitcoin stieg mit 1,3 % jährlicher Angebotssteigerung um 360 %, Gold mit 1,8 % um 166 %.

Cathie Wood betrachtet Gold als überbewertet, insbesondere im Verhältnis zur Geldmenge M2. Das aktuelle M2-zu-Gold-Verhältnis liegt laut Wood bei 150 %, ein Wert, der nur während der Großen Depression höher war. Dies deutet auf eine Blasen-Dynamik hin, bei der die Geldmenge das Goldangebot bei Weitem übertrifft. Der jüngste Goldpreisanstieg wird auf Angebotsengpässe und monetäre Expansion zurückgeführt, nicht auf eine Neubewertung des inneren Wertes.

Gold befindet sich in einer Phase ‚irrationaler Überschwänglichkeit‘ und ist für Worst-Case-Szenarien bepreist, die sich derzeit nicht manifestieren.

Die geringe Korrelation zwischen Bitcoin und Gold, die seit Anfang 2020 bei 0,14 liegt, macht Bitcoin zu einer interessanten Diversifikationsquelle. Wood stellt fest, dass Gold in den letzten beiden großen Zyklen die Bitcoin-Rallyes anführte, bevor Bitcoin aufholte, was das Potenzial für höhere Renditen pro Risikoeinheit unterstreicht.

Wood korrigierte ihre Bitcoin-Kursziele für 2030 von 2,4 Millionen US-Dollar auf ein Basisszenario von 1,2 Millionen US-Dollar und ein niedrigeres Szenario von 761.900 US-Dollar. Dies berücksichtigt die wachsende Popularität von Stablecoins, die Marktanteile im Bereich der Transaktionswährungen in Schwellenländern übernommen haben, eine Rolle, die ARK Invest ursprünglich Bitcoin zuschrieb. Dennoch bleibt Bitcoin für sie ein ‚digitales Gold‘.

Bitcoin ist ein sich entwickelndes monetäres Asset, das noch im Prozess der Monetarisierung ist, anstatt ein ausgereifter Krisen-Hedge zu sein.

Woods Empfehlung, Gold zu verkaufen und Bitcoin zu kaufen, ist Teil ihrer These der ‚großen Beschleunigung‘, angetrieben durch Innovationen wie KI, Robotik und Blockchain. Sie sieht Bitcoin als ein monetäres Asset, das sich im Wandel befindet.