Bloomberg Intelligence prognostiziert für Coinbase ein erhebliches Wachstum bei den USDC-bezogenen Einnahmen. Diese könnten sich zwei- bis siebenfach erhöhen, falls die Nutzung des Stablecoins im Zahlungsverkehr stark zunimmt. Dies würde die Abhängigkeit von schwankenden Handelsgebühren verringern.
Die Einnahmen aus Stablecoins, insbesondere durch den USDC, sind für Coinbase bereits ein wichtiger und margenstarker Geschäftsbereich. Im Jahr 2025 machten diese etwa 19 % des Gesamtumsatzes aus, was rund 1,35 Milliarden US-Dollar entsprach. Dies stellt eine Steigerung gegenüber den 911 Millionen US-Dollar im Vorjahr dar. Allein im vierten Quartal 2025 wurden 364 Millionen US-Dollar in diesem Segment erzielt.
„Zahlungen sind der nächste große Anwendungsfall für Krypto. Der Großteil aller Zahlungen wird letztendlich über Stablecoin-Schienen abgewickelt.“ – Brian Armstrong, CEO von Coinbase
Das prognostizierte Wachstum hängt eng mit der verstärkten Akzeptanz von USDC im Zahlungsverkehr zusammen. Im Jahr 2025 erreichte das Transaktionsvolumen aller Stablecoins einen Rekordwert von 33 Billionen US-Dollar. Davon entfiel der größte Anteil am Transaktionswert mit rund 18,3 Billionen US-Dollar auf USDC.
Die regulatorische Landschaft spielt eine entscheidende Rolle für diese Entwicklung. Der „GENIUS Act“ von Juli 2025 schuf einen bundesweiten Rahmen für Stablecoins im Zahlungsverkehr, schränkte jedoch die Zinszahlungen von Emittenten ein. Aktuelle Verhandlungen über den „Digital Asset Market Clarity (CLARITY) Act von 2025“ im Senat könnten ein solches Zinsverbot auch auf Partner wie Coinbase ausweiten. Coinbase zog im Januar 2026 seine Unterstützung für den Gesetzesentwurf zurück, um die Möglichkeit zur Prämienangebot für Stablecoins zu wahren.
Trotz der regulatorischen Unsicherheiten könnte ein Verbot von Prämienangeboten für Stablecoins laut CEO Brian Armstrong paradoxerweise dazu führen, dass Coinbase einen größeren Anteil der Circle-bezogenen Einnahmen behält und somit seine Margen potenziell erhöht.




