Coinbase: Insiderklage gegen Armstrong & Andreessen zugelassen

Ein Gericht in Delaware hat die Zulassung einer Klage wegen Insiderhandels gegen Führungskräfte von Coinbase, einschließlich CEO Brian Armstrong und Investor Marc Andreessen, bestätigt. Dies geschah trotz einer internen Untersuchung, die die Vorwürfe als unbegründet einstufte.

Die Klage, die 2023 eingereicht wurde, wirft den genannten Personen vor, während des direkten Börsengangs von Coinbase im Jahr 2021 Insiderinformationen genutzt zu haben. Die Kläger behaupten, dass Führungskräfte Aktien im Wert von über 2,9 Milliarden US-Dollar verkauft haben, um potenzielle Verluste von mehr als 1 Milliarde US-Dollar zu vermeiden. Der direkte Börsengang von Coinbase unterschied sich von einem traditionellen IPO, da er keine Lockup-Perioden vorsah und bestehenden Aktionären sofortige Liquidität ermöglichte.

Insidervorstände, darunter Armstrong und Andreessen, sollen Aktien im Wert von über 2,9 Milliarden US-Dollar verkauft haben, um potenzielle Verluste von mehr als 1 Milliarde US-Dollar zu vermeiden.

Coinbase wies die Anschuldigungen zurück und erklärte, das Unternehmen werde die Ansprüche weiterhin vor Gericht anfechten. Ein internes Sonderermittlungsausschuss führte eine zehnmonatige Untersuchung durch und befand die Vorwürfe für unbegründet. Die Verkäufe wurden als weitgehend liquiditätsgetrieben für ein direktes Börsenlisting eingestuft.

Trotz der Ergebnisse des internen Ausschusses lehnte der Delaware Chancery Court den Antrag auf Abweisung der Klage ab. Die Entscheidung zur Fortführung des Falls basiert auf Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit eines Mitglieds des Sonderermittlungsausschusses, das frühere Geschäftsbeziehungen hatte.

Coinbase äußerte sich enttäuscht über die Gerichtsentscheidung und bekräftigte das Engagement, diese als „haltlos“ bezeichneten Klagen vor Gericht zu bekämpfen.

Diese Angelegenheit trägt zur anhaltenden Überprüfung der Governance rund um Kryptolösungen und Offenlegungen bei. Coinbase stimmte im Jahr 2023 einer Zahlung von 100 Millionen US-Dollar an das New York Department of Financial Services (NYDFS) zu, um eine Einigung wegen erheblicher Mängel in ihren Anti-Betrugs- und Anti-Geldwäsche-Praktiken zu erzielen.

Zudem plant Coinbase die Verlegung ihrer Registrierung von Delaware nach Texas, unter Berufung auf die Unsicherheit im rechtlichen Umfeld Delawares.