Weniger als ein Jahr nach dem Start pausiert die Kryptobörse Coinbase ihre lokalen Fiat-Dienste in Argentinien. Die Einstellung betrifft den Kauf und Verkauf von Stablecoins mit Pesos sowie Abhebungen auf lokale Bankkonten und trat am 31. Januar 2026 in Kraft. Coinbase bezeichnet dies als strategische Pause zur Neubewertung.
Die Entscheidung wurde den Nutzern am 31. Dezember 2025 mitgeteilt. Coinbase hatte seine Geschäftstätigkeit in Argentinien am 28. Januar 2025 offiziell aufgenommen, nachdem es im Vorjahr die Registrierung als Anbieter virtueller Vermögenswerte (VASP) von der argentinischen Nationalen Wertpapierkommission (CNV) erhalten hatte. Das Land galt aufgrund hoher Inflation und Währungsvolatilität als vielversprechender Markt für Krypto-Adoption. Eine Studie von Coinbase ergab, dass 87 % der Argentinier Kryptowährungen als Weg zur finanziellen Unabhängigkeit betrachteten.
Das Unternehmen betonte, dass dies keinen dauerhaften Rückzug bedeute und Kryptowährung-zu-Kryptowährung-Transaktionen voll funktionsfähig bleiben.
Nutzer können digitale Vermögenswerte weiterhin kaufen, verkaufen, senden und empfangen. Auch die Kundengelder sind von dieser Entscheidung nicht betroffen. Coinbase plant, seine Präsenz in Argentinien durch sein Ethereum Layer-2-Netzwerk Base aufrechtzuerhalten.
Experten führen solche Entscheidungen oft auf die zunehmende Komplexität lokaler Fiat-Operationen zurück. Genannte Faktoren sind unklare Regulierung, Abhängigkeit von Korrespondenzbanken, hohe Compliance-Kosten und begrenzte Transaktionsvolumina.
Dies zeigt die strukturellen Herausforderungen bei der Integration lokaler Finanzsysteme in volatilen Märkten.
Coinbase wird weiterhin mit lokalen Partnern wie der Krypto-Börse Ripio durch Base-bezogene Initiativen zusammenarbeiten.




