Coinone erwägt Anteilsverkauf, Coinbase zeigt Interesse

Die südkoreanische Kryptobörse Coinone prüft einen teilweisen Anteilsverkauf, was Spekulationen über ein strategisches Interesse von Coinbase schürt. Die Börse sucht frisches Kapital, um ihre Position in einem wettbewerbsintensiven Markt zu stärken.

Coinone, die drittgrößte Krypto-Börse Südkoreas, erwägt den Verkauf eines Teils der 53,44 %-Beteiligung ihres Gründers Cha Myung-hoon. Sowohl der Gründer als auch das Gaming-Unternehmen Com2uS, das etwa 38 % hält, sind Berichten zufolge offen für den Verkauf, um Kapital für die Börse zu beschaffen. Coinone ist seit Ende letzten Jahres auf dem Markt und die Gespräche sollen bereits das Stadium der Due Diligence erreicht haben.

Coinbase erwägt Berichten zufolge eine Kapitalbeteiligung und prüft Gespräche mit lokalen Unternehmen in Südkorea.

Südkorea gilt für Coinbase als wichtiger Wachstumsmarkt mit aktiven Tradern und einer starken Währungs-basierten Handelsinfrastruktur. Allerdings müsste eine Investition von Coinbase strenge südkoreanische Regularien wie Klarnamenhandel, Geldwäschebekämpfung und Kapitalstandards erfüllen.

Coinone sieht sich starker Konkurrenz durch Börsen wie Upbit und Bithumb gegenüber und hält nur etwa 4 % des südkoreanischen Marktes. Die Börse hat in den letzten Quartalen Verluste verzeichnet, wobei ihr Buchwert Ende des dritten Quartals unter dem ursprünglichen Kaufpreis von Com2uS lag.

Die südkoreanische Krypto-Branche erlebt eine Welle von Fusionen und Übernahmen. Jüngste Beispiele sind die Genehmigung der Übernahme von GOPAX durch Binance und die Zustimmung zum Kauf von Dunamu (Upbit) durch Naver Financial. Gleichzeitig verschärfen die Regulierungsbehörden die Regeln für Börsen, inklusive vorgeschlagener Obergrenzen für Großaktionäre.

Coinone wurde 2014 gegründet, hat seinen Hauptsitz in Seoul und verzeichnete zuletzt ein 24-Stunden-Handelsvolumen von über 151 Millionen US-Dollar.