DeFi 2026: Ethereum und Solana treiben Skalierung und Wachstum

Das dezentrale Finanzwesen (DeFi) steht 2026 vor einem Neustart, maßgeblich getragen von Ethereum und Solana. Beide Blockchains setzen auf Skalierbarkeit, Effizienz und die Integration traditioneller Finanzdienstleistungen, nachdem 2025 als Konsolidierungsphase diente.

Ethereum plant für 2026 zwei wesentliche Upgrade-Phasen: ‚Glamsterdam‘ (Mitte 2026) und ‚Heze-Bogota‘ (Ende 2026). Diese sollen die Skalierbarkeit, Dezentralisierung und Zensurresistenz signifikant verbessern. Das ‚Glamsterdam‘-Upgrade wird parallelisierte Transaktionsverarbeitung und erhöhte Gaslimits einführen, um den Durchsatz auf Layer 1 auf 10.000 TPS und auf Layer 2 auf Hunderttausende zu steigern. ‚Heze-Bogota‘ verfeinert diese Verbesserungen und reduziert den Speicherbedarf von Nodes. Diese Entwicklungen sollen die institutionelle Akzeptanz und das Wachstum im DeFi-Bereich fördern, mit Prognosen von 180 Milliarden US-Dollar bei tokenisierten RWAs und 47 Milliarden US-Dollar in Layer-2-Ökosystemen bis 2026. Die Gebühren könnten um 50 % sinken und das Total Value Locked (TVL) sich verzehnfachen.

Vitalik Buterin ermutigt Ethereum-Entwickler, sich auf Anwendungen zu konzentrieren, die sowohl skalierbar als auch wirklich dezentralisiert sind.

Solana zeichnet sich durch hohe Geschwindigkeit und Effizienz aus, mit theoretisch bis zu 65.000 Transaktionen pro Sekunde und Gebühren unter 0,00025 US-Dollar. Protokolle wie Jupiter und Raydium nutzen diese Leistungsfähigkeit. Ende 2025 hatte Solana bereits über 100 Millionen Wallets und verarbeitete über 200 Milliarden Transaktionen, was die Plattform zum Anziehungspunkt für Web3-Entwickler macht. Das ‚Alpenglow‘-Upgrade erhöht die Blockkapazität, was komplexere DEX-Entwicklungen ermöglicht.

Wichtige Solana-Projekte wie Jupiter werden 2026 ihre Routing-Algorithmen verbessern, während Phantom die Benutzerintegration und Orca die DeFi-Liquidität stärkt. Der Wettbewerb im Solana-Ökosystem nimmt zu, unterstützt durch einen erheblichen Zustrom von Stablecoin-Liquidität, der eine stabile Kapitalbasis für die Expansion schafft.

Für 2026 werden im DeFi-Sektor mehrere Schlüsselthemen erwartet: Vereinheitlichte Stablecoin-Schichten zur Bekämpfung der Liquiditätsfragmentierung, zunehmender Wettbewerb zwischen dezentralen und zentralisierten Börsen, die bis Ende 2026 50 % des Kryptohandels ausmachen könnten, sowie die wachsende Bedeutung von Datenschutzfunktionen. Die Tokenisierung realer Vermögenswerte (RWAs) und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) zur Automatisierung und Yield-Optimierung werden ebenfalls dominieren. Die verstärkte Beteiligung institutioneller Anleger wird das Wachstum weiter vorantreiben.