Ethereum Staking: Buterin integriert DVT für mehr Dezentralität

Vitalik Buterin, Mitbegründer von Ethereum, hat einen innovativen Vorschlag zur Verbesserung des Staking-Prozesses vorgelegt. Ziel ist die native Integration der Distributed Validator Technology (DVT), um Sicherheit und Dezentralisierung des Netzwerks zu stärken.

Die Distributed Validator Technology (DVT) zielt darauf ab, die Sicherheit eines Validators zu erhöhen, indem Schlüsselverwaltung und Signaturaufgaben auf mehrere Parteien verteilt werden. Dies verhindert Single Points of Failure und verbessert die Ausfallsicherheit. Der private Schlüssel eines Validators wird in sogenannte „KeyShares“ aufgeteilt und auf verschiedenen unabhängigen Nodes gespeichert. Diese Nodes arbeiten koordiniert in einem Cluster, ohne dass der vollständige private Schlüssel jemals auf einem einzelnen Node liegt.

Aktuelle DVT-Lösungen sind oft komplex, erfordern schwierige Netzwerkanforderungen und kryptografische Annahmen, die langfristig nicht nachhaltig sind.

Buterins Vorschlag schlägt vor, DVT direkt in das Kernprotokoll von Ethereum zu integrieren. Validatoren könnten dann nativ als koordinierte Gruppen agieren, ohne externe Koordinationsschichten. Jeder Validator könnte bis zu 16 „virtuelle Identitäten“ registrieren, die vom Protokoll als eine Einheit behandelt werden. Aktionen werden nur akzeptiert, wenn eine vordefinierte Mindestanzahl dieser Identitäten zustimmt. Der Validator bleibt funktionsfähig, solange mindestens zwei Drittel der beteiligten Nodes ehrlich sind.

Die Hauptvorteile dieses Ansatzes umfassen eine Vereinfachung des Stakings für Nutzer, erhöhte Sicherheit durch Multi-Node-Setups ohne Abhängigkeit von zentralisierten Diensten und eine verbesserte Dezentralisierung. Große ETH-Inhaber werden ermutigt, eigene Infrastrukturen zu betreiben. Das DVT-Cluster bleibt auch dann funktionsfähig, wenn einzelne Nodes ausfallen oder bösartig agieren.

Der Vorschlag befindet sich in der Forschungsphase und bedarf weiterer Diskussionen in der Community, bevor er möglicherweise in das Ethereum-Protokoll aufgenommen wird.