Ein kalifornisches Gericht hat den Versuch eines Coinbase-Nutzers, die Herausgabe seiner Finanzdaten an die US-Steuerbehörde IRS zu verhindern, abgewiesen. Die Klage wurde aus verfahrenstechnischen Gründen abgewiesen, da der Nutzer die Vorladung nicht korrekt zugestellt hat. Dies unterstreicht die Bemühungen der IRS, Kryptowährungsaktivitäten steuerlich zu überwachen.
Roger Metz reichte im Mai 2025 eine Petition beim Northern District of California ein, um eine IRS-Vorladung aufzuheben. Diese forderte Coinbase auf, Metzs Finanzdaten für das Steuerjahr 2022 offenzulegen. Metzs Anwälte argumentierten, dass die Vorladung Datenschutzrechte verletze, zu weit gefasst sei und administrative Mängel aufweise. Sie wiesen darauf hin, dass Metz die angeblichen Fehler bereits korrigiert und die Steuern bezahlt habe, bevor die Vorladung ausgestellt wurde.
Das Gericht stellte fest, dass der Nutzer versäumt hatte, die zuständigen Regierungsvertreter innerhalb der vorgeschriebenen Frist über die Petition zu informieren.
Die US-Bezirksrichterin Araceli Martínez-Olguín entschied gegen Metz. Der Fall wurde wegen „unzureichender Zustellung“ abgewiesen, da Metz die Petition nicht fristgerecht an den zuständigen US-Generalstaatsanwalt in Washington, D.C. zugestellt hatte.
Die IRS betrachtet virtuelle Währungen seit 2014 als Eigentum für Steuerzwecke. Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen müssen daher als Kapitalerträge deklariert und versteuert werden. Dies ist Teil umfassenderer Bemühungen der Behörde, die Einhaltung von Steuervorschriften im Kryptobereich zu gewährleisten.
Gerichte haben entschieden, dass Nutzer keine berechtigte Privatsphäre-Erwartung in Aufzeichnungen haben, die von Drittanbietern wie Coinbase geführt werden.
Dieser Fall reiht sich ein in frühere Bemühungen der IRS, auf Kryptowährungsdaten zuzugreifen. Ein ähnlicher Fall von James Harper, der sich gegen eine IRS-Vorladung wehrte, wurde ebenfalls vom Obersten Gerichtshof der USA nicht angehört. Die Gerichte stellten fest, dass Nutzer keine Privatsphäre-Erwartung in Daten haben, die bei Dritten wie Coinbase gespeichert sind.




