Hongkong und Shanghai bündeln ihre Kräfte im Bereich der Blockchain-Technologie zur Digitalisierung von Frachtdaten. Ziel ist die Vereinfachung des grenzüberschreitenden Handels und der Handelsfinanzierung durch eine gemeinsame digitale Plattform, die Handelsdaten, elektronische Frachtbriefe und Finanzierungssysteme vernetzt.
Eine zentrale Vereinbarung wurde am 2. März 2026 von der Hong Kong Monetary Authority (HKMA), dem Shanghai Data Bureau (SDB) und dem National Technology Innovation Center for Blockchain (NTICBC) unterzeichnet. Diese Kooperation zielt darauf ab, sogenannte „grenzüberschreitende Blockchain-Schienen“ zu entwickeln. Diese sollen dokumentenintensive Prozesse straffen, Reibungsverluste reduzieren und Abwicklungsverzögerungen im Frachtfinanzierungsbereich minimieren, der jährlich auf 1,5 Billionen US-Dollar geschätzt wird und anfällig für Betrug ist.
Diese Initiative baut auf der „Project Ensemble“-Strategie der HKMA auf, die sich auf die Finanzmarktinfrastruktur der nächsten Generation konzentriert.
Weiterhin wird das „Project CargoX“ der HKMA, ein öffentlich-privates Kooperationsprogramm, zur Stärkung des digitalen Handelsfinanzierungsökosystems genutzt. Hongkong strebt damit an, seine Position als wichtiger Vermittler („Super-Konnektor“ und „Super-Wertschöpfer“) zwischen dem chinesischen Festland und dem internationalen Datenökosystem auszubauen.
China hat bereits eigene Blockchain-Initiativen im Handels- und Finanzsektor vorangetrieben, darunter das Blockchain-Based Service Network (BSN). Im Januar 2026 hat die Regierung von Hongkong ein digitales Logistikportal, das Port Community System, gestartet. Dieses System nutzt künstliche Intelligenz und Blockchain-Technologie und verzeichnete bereits die Registrierung von rund 2.300 Unternehmen.
Die neuen Blockchain-Schienen sollen Frachtdaten, elektronische Frachtbriefe und Finanzierungssysteme verknüpfen und Prozesse rationalisieren.




