Indien: Krypto-Steuer bleibt bei 30%, neue Strafen für 2026

Indien setzt im Haushaltsjahr 2026 die bestehende Kryptowährungssteuer von 30 % fort und führt eine neue Strafzahlung für versäumte oder fehlerhafte Meldungen ein. Diese Maßnahmen treten am 1. April 2026 in Kraft und zielen auf eine verbesserte Einhaltung von Vorschriften im Krypto-Sektor ab.

Die indische Regierung hat im Bundeshaushalt 2026-27 entschieden, die 30%ige Steuer auf Gewinne aus virtuellen digitalen Vermögenswerten (VDAs) beizubehalten. Ebenso bleibt die Quellensteuer (TDS) von 1% auf Kryptotransaktionen unverändert. Trotz Appellen der Krypto-Industrie zur Senkung dieser Sätze zur Ankurbelung des Handels wurden im Finanzgesetz 2026 keine Änderungen vorgenommen.

Ab dem 1. April 2026 werden neue Compliance-Maßnahmen eingeführt, die sich auf die Meldepflichten für Kryptotransaktionen auswirken. Meldepflichtige Unternehmen, die ihre Erklärungen nicht fristgerecht einreichen, sehen sich mit einer täglichen Strafe von 200 Rupien (ca. 2,20 US-Dollar) konfrontiert, die bis zur Einreichung anfällt.

Sollten ungenaue oder irreführende Informationen eingereicht und nach Feststellung von Fehlern nicht korrigiert werden, wird eine Pauschalstrafe von 50.000 Rupien (ca. 545 US-Dollar) verhängt.

Diese neuen Strafen richten sich primär an meldepflichtige Unternehmen wie Krypto-Börsen, Marktplätze und Intermediäre, nicht direkt an einzelne Nutzer. Es wird jedoch erwartet, dass Händler indirekt betroffen sein werden, da Plattformen ihre Prozesse zur Datenerfassung, Transaktionsabwicklung und Abgleich verschärfen müssen.

Ziel dieser regulatorischen Anpassungen ist es, die Transparenz im Kryptobereich zu erhöhen und die Genauigkeit der gemeldeten Daten sicherzustellen, um behördliche Prüfungen und Strafen zu vermeiden.