JPMorgan erwartet Krypto-Bullenmarkt und Bitcoin-Kurssprünge

JPMorgan hat seine Skepsis gegenüber digitalen Vermögenswerten abgelegt und blickt optimistisch auf die Krypto-Märkte. Die Bank prognostiziert für 2026 einen Bullenmarkt, angetrieben durch regulatorische Klarheit und institutionelle Akzeptanz, und sieht langfristig signifikantes Potenzial für Bitcoin.

Laut JPMorgan wird die zweite Jahreshälfte 2026 voraussichtlich einen Aufschwung an den Kryptomärkten erleben. Voraussetzung hierfür ist die Verabschiedung von Marktstrukturgesetzen durch die US-Gesetzgeber bis Mitte 2026, insbesondere des CLARITY Acts. Dieses Gesetz soll für regulatorische Klarheit sorgen, die Tokenisierung fördern und die Beteiligung institutioneller Investoren erleichtern. Analysten gehen von stärkeren Zuflüssen in digitale Vermögenswerte aus, die maßgeblich von institutionellen Anlegern getragen werden.

Langfristig sehen JPMorgan-Analysten Potenzial für einen erheblichen Anstieg des Bitcoin-Preises, theoretisch bis zu 266.000 US-Dollar im Rahmen eines Gold-Paritätsmodells.

Diese Schätzung basiert auf der Annahme, dass die Marktkapitalisierung von Bitcoin das private Investmentvolumen in Gold erreichen könnte. Frühere Prognosen sahen bis Ende 2025 ein Kursziel von 165.000 US-Dollar basierend auf einer Unterbewertung gegenüber Gold. Aktuelle Analysen, die von einer Annäherung an private Goldinvestitionen ausgehen, deuten auf theoretische Preise um 170.000 US-Dollar hin.

Die Produktionskosten für Bitcoin im Februar 2026 werden auf rund 77.000 US-Dollar geschätzt, mit einem Unterstützungspreis von etwa 94.000 US-Dollar im Dezember 2025. JPMorgan betrachtet diese Kosten als „weichen“ Boden, da ineffizientere Miner bei anhaltenden Verlusten den Betrieb einstellen könnten, was eine Senkung der durchschnittlichen Produktionskosten zur Folge hätte.

Auch für Ethereum sieht JPMorgan Potenzial, insbesondere im Bereich des Stablecoin-Wachstums. Die Bank hat zudem einen tokenisierten Geldmarktfonds auf Ethereum gestartet. Makroökonomische Faktoren wie eine mögliche Schwächung des US-Dollars gewinnen an Bedeutung und könnten Kryptowährungen als alternative Wertspeicher stärken.