JPMorgan: Krypto-Zuflüsse steigen nach Rekordjahr 2025

JPMorgan prognostiziert für 2026 ein anhaltendes Wachstum der Kapitalzuflüsse in den Kryptomarkt, nachdem 2025 ein Rekordjahr mit fast 130 Milliarden US-Dollar verzeichnet wurde. Die institutionelle Nachfrage wird dabei als entscheidender Treiber für die zukünftige Entwicklung gesehen, auch durch die erwartete Regulierungsklarheit.

Im Jahr 2025 erreichte der Kryptomarkt durch Kapitalzuflüsse ein neues Jahresrekordhoch von annähernd 130 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von rund einem Drittel gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Der Zuwachs im Jahr 2025 wurde maßgeblich durch Bitcoin- und Ethereum-ETFs getrieben, die mutmaßlich von Privatanlegern stark nachgefragt wurden. Ein weiterer wesentlicher Faktor waren Käufe von digitalen Vermögenswerten (DATs) durch Unternehmen für ihre Treasuries, die über die Hälfte der gesamten Zuflüsse, etwa 68 Milliarden US-Dollar, ausmachten. Im Gegensatz dazu verlangsamte sich die Aktivität institutioneller Anleger und Hedgefonds bei Bitcoin- und Ethereum-Futures an der CME im Vergleich zu 2024.

Mehr als die Hälfte der gesamten digitalen Asset-Zuflüsse im Jahr 2025 – rund 68 Milliarden US-Dollar – stammten von DATs.

Für 2026 erwartet JPMorgan eine Belebung institutioneller Investitionen, begünstigt durch neue Regulierungen wie den Clarity Act in den USA. Diese sollen Aktivitäten in Bereichen wie Risikokapital, M&A und IPOs bei Stablecoin-Emittenten, Zahlungsdienstleistern, Börsen, Wallet-Anbietern, Infrastruktur und Verwahrungsdienstleistungen fördern.

Eine klarere Regulierung soll die Aktivitäten im Bereich der Risikokapitalfinanzierung, Fusionen und Übernahmen sowie Börsengänge stimulieren.

JPMorgan plant zudem, Bitcoin-ETFs weltweit als Sicherheiten für Kredite zu akzeptieren, beginnend mit dem iShares Bitcoin Trust von BlackRock. Dies stellt eine bedeutende Erweiterung der Sicherheitenrichtlinien dar und signalisiert eine stärkere Integration von Kryptowährungen in das institutionelle Finanzwesen.