Kevin Warsh: Bitcoin-Bär und CBDC-Verfechter

Der ehemalige US-Notenbanker Kevin Warsh wird von vielen als potenziell bärisch für Bitcoin eingestuft. Seine geldpolitische Haltung und seine Ansichten zu Kryptowährungen prägen diese Einschätzung, wobei er digitale Zentralbankwährungen favorisiert.

Kevin Warsh, der von 2006 bis 2011 dem Board of Governors der Federal Reserve angehörte, gilt als Verfechter einer strafferen Geldpolitik. Er plädiert für einen Bilanzabbau der Fed zur Inflationskontrolle. Eine solche Politik könnte den US-Dollar stärken und somit Druck auf risikoreichere Anlagen wie Bitcoin ausüben. Marktteilnehmer spekulieren, dass seine mögliche Nominierung bereits zu erhöhter Volatilität auf den Kryptomärkten geführt haben könnte.

Er bezeichnete Kryptowährungen als „Software, die vorgibt, Geld zu sein“ und kritisierte deren Preisschwankungen.

Obwohl Warsh Bitcoin einst als Wertspeicher und im Jahr 2021 kurzzeitig als sinnvolle Portfolioergänzung betrachtete, überwiegt seine generelle Skepsis. Er betont seine Präferenz für eine staatlich kontrollierte digitale Währung gegenüber privaten Kryptowährungen.

Ein zentraler Punkt seiner Haltung ist die starke Befürwortung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) der USA. Schon 2018 schlug er die Einführung einer „Fedcoin“ vor, um die Vorteile digitaler Innovationen zu nutzen, ohne illegale Aktivitäten zu dulden, die mit Kryptowährungen verbunden seien.

Eine staatlich ausgegebene digitale Währung wird als potenzielle Konkurrenz für private Kryptowährungen wie Bitcoin angesehen, da sie deren dezentralem Charakter entgegenwirken könnte.