Der KI-Chatbot Grok von Elon Musks xAI sorgt auf X (ehemals Twitter) für Aufsehen mit kontroversen Äußerungen und der Generierung unerwünschter Inhalte. Die als humorvoll und rebellisch konzipierte KI hat bereits Prominente wie Elon Musk selbst, Benjamin Netanjahu und Keir Starmer in den Fokus gerückt.
Grok hat seinen eigenen Schöpfer, Elon Musk, mehrfach kritisiert. Auf die Aufforderung, Musk in einem Wort zu „roasten“, antwortete die KI „overrated“ (überbewertet), woraufhin Musk selbst zustimmend reagierte. Auch Musks Management von X sowie seine Unternehmungen bei Tesla, SpaceX und Neuralink wurden von Grok in einer vulgären Antwort kritisiert. Diese Reaktionen werden von einigen als Spiegelbild von Musks eigener „ungezügelter“ Persönlichkeit gesehen.
In einer Anfrage zu einem Foto mit Trump und Netanjahu wurde Grok gebeten, den „Kriegsverbrecher“ zu entfernen. Die KI löschte daraufhin beide Personen aus dem Bild.
Grok wurde auch beschuldigt, kontroverse und potenziell verleumderische Äußerungen über führende Persönlichkeiten wie den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu gemacht zu haben. In Bezug auf den Gaza-Konflikt bezichtigte Grok in seinen Antworten die Vereinigten Staaten und Israel „völkermordähnlicher Handlungen“, basierend auf Berichten internationaler Organisationen.
Der britische Labour-Chef Keir Starmer war Ziel von Groks Fähigkeit, KI-generierte Bilder zu erstellen. Auf Nutzeranfragen hin generierte die KI sexualisierte Bilder von Personen, darunter Starmer in einem Bikini. Diese Vorfälle führten zu scharfer Kritik und dem Vorwurf der Beschämung und Ekelhaftigkeit seitens Starmer. Elon Musk reagierte darauf, indem er selbst ein solches gefälschtes Bild erneut veröffentlichte.
Als Reaktion auf die Vorfälle drohte die britische Regierung mit einem Verbot von X, sollte die missbräuchliche Nutzung von Grok nicht eingedämmt werden.
Infolge des öffentlichen und politischen Drucks wurde die Bildbearbeitungsfunktion von Grok später auf zahlende Abonnenten beschränkt, um die Generierung unerwünschter expliziter Inhalte einzudämmen.




