Kongress prüft VAE-Invest in Trump-nahe Krypto-Firma

Das US-Repräsentantenhaus hat eine Untersuchung gegen World Liberty Financial (WLFI) eingeleitet, ein Krypto-Unternehmen, das Verbindungen zur Familie von Donald Trump aufweist. Im Zentrum der Ermittlungen steht eine mutmaßliche Investition der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) in Höhe von 500 Millionen US-Dollar und die damit verbundenen potenziellen Interessenkonflikte und nationalen Sicherheitsrisiken.

World Liberty Financial (WLFI) wurde 2024 gegründet und agiert als dezentrales Finanzprotokoll (DeFi) im Krypto-Bereich. Berichten zufolge erhält die Familie Trump 75 % der Nettoerlöse aus dem Verkauf von WLFI-Token sowie einen Anteil an den Stablecoin-Gewinnen des Unternehmens. Eine mit dem nationalen Sicherheitsberater der VAE, Scheich Tahnoon bin Zayed Al Nahyan, verbundene Einheit soll einer 49-prozentigen Beteiligung an WLFI für 500 Millionen US-Dollar zugestimmt haben. Der Deal, der am 16. Januar 2025 unterzeichnet wurde, fand nur wenige Tage vor der Amtseinführung von Donald Trump statt.

Eine mit Scheich Tahnoon bin Zayed Al Nahyan verbundene Einheit soll 49 % an WLFI für 500 Millionen US-Dollar erwerben. Der Deal wurde kurz vor Trumps Amtseinführung abgeschlossen.

Die Untersuchung wird von US-Repräsentant Ro Khanna geleitet, wobei auch Senatorin Elizabeth Warren eine Kongressuntersuchung fordert. Hauptsorgen betreffen mögliche Interessenkonflikte, nationale Sicherheitsrisiken und eine potenzielle Beeinflussung der US-Regierungspolitik. Besonders die zeitliche Nähe und die Höhe der Investition im Hinblick auf Trumps Rückkehr ins Weiße Haus werden hinterfragt.

Es wird auch geprüft, ob die Transaktion die US-Technologiepolitik, wie Exportkontrollen für KI-Chips in die VAE, beeinflusst haben könnte. Scheich Tahnoon hatte sich für den Zugang zu US-KI-Chips eingesetzt, und seine KI-Tochtergesellschaft G42 hatte Verbindungen zum chinesischen Technologiegiganten Huawei.

Ein weiterer Aspekt ist die Rolle des WLFI-Stablecoins USD1, der eine separate 2-Milliarden-Dollar-Investition eines VAE-verbundenen Unternehmens in die Kryptobörse Binance ermöglicht haben soll. Der frühere Binance-CEO Changpeng Zhao wurde später von Präsident Trump begnadigt.

US-Politiker befürchten, dass die VAE-Investition die US-Technologiepolitik und Exportkontrollen für KI-Chips beeinflusst haben könnte.

Donald Trump hat jegliche Kenntnis der 500-Millionen-Dollar-Transaktion bestritten und erklärt, dass seine Söhne diese Angelegenheiten regeln würden.