Die südkoreanische Kryptobörse Korbit wurde von der Financial Intelligence Unit (FIU) Südkoreas mit einer erheblichen Geldstrafe von umgerechnet rund 1,9 Millionen US-Dollar sanktioniert. Grund dafür sind schwerwiegende Verstöße gegen Anti-Geldwäsche-Vorschriften und Mängel bei der Kundenverifizierung, die bei einer behördlichen Inspektion aufgedeckt wurden.
Die verhängte Geldstrafe beläuft sich auf insgesamt 2,73 Milliarden Won. Zusätzlich zur finanziellen Sanktion hat die FIU eine institutionelle Warnung ausgesprochen und disziplinarische Maßnahmen gegen Führungskräfte von Korbit eingeleitet. Der CEO erhielt eine Verwarnung, während der zuständige Compliance-Beauftragte einen Tadel erhielt.
Die Verstöße wurden zwischen dem 16. und 29. Oktober 2024 während einer umfassenden Vor-Ort-Inspektion durch die FIU festgestellt. Insgesamt wurden rund 22.000 Verstöße gegen das Gesetz über die Meldung und Nutzung spezifischer Finanztransaktionsinformationen registriert.
Etwa 22.000 Fälle betrafen den Handel ohne vollständige Kundenidentifizierung oder mit unklaren/unvollständigen Identitätsnachweisen.
Weiterhin gab es 19 Transaktionen mit drei nicht registrierten ausländischen Anbietern virtueller Vermögenswerte, was gegen geltende Verbote verstößt. Zudem wurden 655 Fälle von fehlenden Risikobewertungen für Geldwäsche vor der Einführung neuer digitaler Vermögenswerte, wie NFTs, festgestellt.
Diese Verstöße zeigten systemische Schwächen im Compliance-Rahmenwerk von Korbit auf und setzten die Plattform erheblichen Geldwäscherisiken aus.
Die Maßnahmen der FIU unterstreichen die zunehmende behördliche Aufsicht über Kryptowährungsbörsen in Südkorea und die Notwendigkeit robuster Systeme zur Bekämpfung von Geldwäsche.




