Ripple-CEO Brad Garlinghouse sieht eine 90%ige Chance auf die Verabschiedung des CLARITY Acts bis April. Dies folgt auf Treffen im Weißen Haus zur regulatorischen Klarheit im US-Kryptomarkt. Das Gesetz soll die Zuständigkeiten von SEC und CFTC für digitale Vermögenswerte klar definieren.
Der Digital Asset Market Clarity Act (CLARITY Act) hat das Ziel, die Zuständigkeiten der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) im Umgang mit digitalen Vermögenswerten klar voneinander abzugrenzen. Dies soll der Kryptoindustrie dringend benötigte regulatorische Sicherheit verschaffen und ist Teil der Strategie, die USA als führende Nation im Bereich digitaler Vermögenswerte zu etablieren. Das Gesetz passierte das Repräsentantenhaus bereits im Juli 2025.
Derzeit wird der Fortschritt des Gesetzes im Senat durch einen Streit über Stablecoin-Zinsen verzögert, wobei Banken ein Verbot fordern, um Einlagenabflüsse zu verhindern.
Um den Stillstand zu überwinden, fanden im Februar 2026 mehrere Treffen im Weißen Haus statt, an denen Branchenvertreter teilnahmen. Das Weiße Haus setzte eine Frist bis Ende Februar zur Findung eines Kompromisses. Trotz anfänglicher Schwankungen auf den Vorhersagemärkten deutet Garlinghouse’s Einschätzung auf erhebliche Fortschritte in den Verhandlungen hin. Auch Senator Bernie Moreno (R-Ohio) rechnet mit einer Verabschiedung bis April.
Die Kryptoindustrie argumentiert, dass ein Verbot von Zinszahlungen auf Stablecoins Innovationen behindern und traditionellen Banken einen unfairen Vorteil verschaffen würde.
Für Ripple und XRP könnte die Verabschiedung des CLARITY Acts bedeuten, dass XRP als digitale Ware klassifiziert wird. Dies könnte eine nahtlose Integration in US-Bankensysteme und die Nutzung in inländischen Zahlungssystemen ermöglichen. Ripple kritisiert seit langem die mangelnde regulatorische Klarheit in den USA als Hemmnis für Innovationen. Die Klärung im SEC-vs.-Ripple-Rechtsstreit im August 2025, wonach XRP an öffentlichen Börsen keine Sicherheit darstellt, hat bereits regulatorische Unsicherheit reduziert.




