Krypto-Händler macht 1 Mio. $ mit Memecoin-Kursprung auf Binance

Ein ungewöhnlicher Vorfall auf Binance hat am Neujahrstag für Aufsehen gesorgt. Ein Krypto-Händler namens Vida profitierte von extremen Kursschwankungen des Memecoins BROCCOLI714 und erzielte dabei rund 1 Million US-Dollar Gewinn. Die Ursache der verdächtigen Marktaktivität ist noch unklar.

Der Memecoin BROCCOLI714, der auf der BNB Chain mit geringer Liquidität gehandelt wird, verzeichnete am frühen Donnerstagmorgen in Asien einen abrupten Preisanstieg, gefolgt von einer schnellen Umkehr. Laut dem Händler Vida wurden diese extremen Preisbewegungen durch ungewöhnlich große Spot-Kaufaufträge im Orderbuch von Binance ausgelöst. Es gab Spekulationen über einen möglichen Hack, bei dem ein Angreifer versuchte, den Token durch ‚Wash Trading‘ zu manipulieren, da direkte Abhebungen durch Sicherheitsmechanismen blockiert wurden.

Der Memecoin BROCCOLI714 ist von Changpeng Zhaos Hund ‚Broccoli‘ inspiriert, die Zahl 714 soll die Gründungsdaten von Binance symbolisieren.

Händler Vida nutzte automatisierte Warnsysteme, um schnelle Preisänderungen und Unterschiede zwischen Spot- und Perpetual-Märkten zu identifizieren. Als die Spot-Käufe den Preis in die Höhe trieben, ging Vida ‚long‘, und wechselte dann auf ’short‘, als der Kaufdruck nachließ. Die Gewinne sollen sich auf etwa 1 bis 1,6 Millionen US-Dollar belaufen. Bereits im November hatte Vida eine erhebliche Position in BROCCOLI714 gehalten.

Ein Überwachungssystem schlug Alarm, als der Preis von BROCCOLI714 innerhalb von 1800 Sekunden um mehr als 30 % stieg. Dies veranlasste Vida, seine Handelsstrategie anzupassen, um von der volatilen Marktsituation zu profitieren.

Binance wies Berichte über einen Hack zurück und erklärte, dass die internen Überprüfungen keine Anzeichen für eine Sicherheitsverletzung ergeben hätten.

Ein Sprecher von Binance bestätigte zwar die Diskussionen über die Preisbewegung, betonte jedoch, dass die Risikokontrollen und Sicherheitsmechanismen der Plattform wie vorgesehen funktionierten. Es gäbe keine Hinweise auf Hackeraktivitäten oder kompromittierte Konten. Vida äußerte sich jedoch skeptisch bezüglich der angeblichen ‚Normalität‘ des Musters und der Verwendung von Millionenbeträgen für ein solches ‚Charity Pumping‘.