Krypto-Spenden: Briten fordern Moratorium wegen Einfluss

Britische Gesetzgeber zeigen sich besorgt über die Annahme von Kryptowährungsspenden durch politische Parteien und fordern ein Moratorium oder ein vollständiges Verbot. Die Hauptbedenken betreffen das Risiko ausländischer Einflussnahme und die Schwierigkeit, die Herkunft der Gelder zu verfolgen.

Der Gemeinsame Ausschuss für die Nationale Sicherheitsstrategie (JCNSS) und mehrere parlamentarische Ausschussvorsitzende haben ein sofortiges Verbot oder ein temporäres Moratorium für Krypto-Spenden gefordert. Matt Western, Vorsitzender des JCNSS, empfahl in einem Schreiben vom 23. Februar 2026, dass die Annahme von Kryptowährungsspenden bis zur Erstellung einer gesetzlichen Richtlinie durch die Wahlkommission ausgesetzt werden sollte. Als möglicher rechtlicher Rahmen wird der Gesetzentwurf zur Vertretung des Volkes (Representation of the People Bill) genannt.

„temporäres Moratorium für die Annahme von Kryptowährungsspenden, bis die Wahlkommission eine gesetzliche Richtlinie erstellt hat.“

Die Debatte wurde durch die Ankündigung der Partei Reform UK im Mai 2025, Bitcoin und ähnliche digitale Währungen anzunehmen, angeheizt. Seitdem hat die Partei erhebliche Spenden erhalten, darunter 9 Millionen Pfund von Christopher Harborne und rund 6 Millionen Pfund von James Dodd. Auch die Homeland Party und „The Other Party“ akzeptieren Krypto-Spenden.

Gesetzgeber und Experten warnen, dass Kryptowährungen die Herkunft von Geldern verschleiern und die Anfälligkeit für ausländische Einflussnahme erhöhen können. Die Wahlkommission hat bereits auf die Herausforderungen hingewiesen, die sich mit den aktuellen Mitteln zur Bekämpfung dieser Bedrohungen ergeben. Bisher meldete keine Partei Spenden, die sie als Krypto-Assets identifizierte, da Überprüfungen erst ab 500 Pfund nötig sind und Krypto-Assets als Eigentum gelten.

Kryptowährungen verschleiern die tatsächliche Herkunft von Geldern und machen die Politik anfälliger für ausländische Einflussnahme.

Als Schutzmaßnahmen, falls Krypto-Spenden weiterhin erlaubt sein sollten, werden die Zusammenarbeit nur mit bei der FCA registrierten Krypto-Dienstleistern, eine strenge Identitätsprüfung, das Verbot von Spenden aus unbekannten Quellen oder über Krypto-Mixer und die Umwandlung in Fiat-Währung innerhalb von 48 Stunden vorgeschlagen.