Krypto-Winter 2026: Starkes institutionelles Wachstum

Finanzanalysten von Cantor Fitzgerald prognostizieren für 2026 einen möglichen „Krypto-Winter“. Trotz erwarteter Marktrückgänge sehen sie ein starkes institutionelles Wachstum und bedeutende On-Chain-Verschiebungen als zentrale Treiber für die Zukunft des Kryptomarktes.

Cantor Fitzgerald deutet darauf hin, dass sich der Kryptomarkt möglicherweise in den Anfängen eines Krypto-Winters befindet, der dem historischen Vierjahreszyklus von Bitcoin folgt. Ein Bitcoin-Preis unter dem Höchststand könnte über Monate hinweg unter Druck bleiben und möglicherweise die Break-Even-Marke von MicroStrategy bei 75.000 US-Dollar testen. Während einige Analysten einen Bullenmarkt erwarten, sehen andere ein langsameres Jahr mit möglichen Preisrückgängen auf 60.000 bis 65.000 US-Dollar voraus. Dieser erwartete Krypto-Winter wird jedoch eher als Marktkalibrierung denn als Zusammenbruch interpretiert. Die globale Marktkapitalisierung erreichte 2025 voraussichtlich 4,3 Billionen US-Dollar, angetrieben durch institutionelle Nachfrage und neue Produkte.

Im Gegensatz zu früheren Abschwüngen, die von Massenliquidationen geprägt waren, wird dieser potenzielle Rückgang voraussichtlich nicht von solchen Ereignissen definiert sein. Stattdessen gestalten institutionelle Akteure die Konturen des Marktes.

Institutionelle Akteure sind die treibende Kraft hinter den erwarteten Marktveränderungen. Cantor Fitzgerald hat sein Kursziel für Coinbase auf 500 US-Dollar angehoben und betrachtet die Plattform als „geschäftskritische Infrastrukturschicht für Krypto“. Ab Januar 2026 wird die Bank of America ihren Vermögensberatern empfehlen, Krypto-Allokationen von bis zu vier Prozent zu prüfen. Regulatorische Klarheit, wie durch den Digital Asset Market Clarity Act (CLARITY) in den USA, ist entscheidend für die weitere institutionelle Adoption.

Es wird eine wachsende Diskrepanz zwischen der Token-Preisentwicklung und den tatsächlichen Entwicklungen in DeFi, tokenisierten Vermögenswerten und Krypto-Infrastruktur beobachtet. Die Tokenisierung von Real-World Assets (RWAs) hat sich als wichtiger Trend etabliert; der Wert dieser tokenisierten RWAs auf der Blockchain hat sich im vergangenen Jahr verdreifacht und erreichte 18,5 Milliarden US-Dollar. Cantor Fitzgerald erwartet, dass dieser Wert bis 2026 50 Milliarden US-Dollar überschreiten könnte, während andere Prognosen von bis zu 500 Milliarden US-Dollar ausgehen.

Dezentrale Börsen (DEXs) gewinnen Marktanteile von zentralisierten Handelsplätzen, insbesondere im Bereich der unbefristeten Futures. Cantor Fitzgerald rechnet mit weiterem Wachstum für DEXs im Jahr 2026, unterstützt durch verbesserte Infrastruktur und Benutzerfreundlichkeit. Das Transaktionsvolumen von Stablecoins erreichte 2025 nach Bereinigung rund 9 Billionen US-Dollar. Die gesamte Umlaufmenge von Stablecoins könnte sich bis 2026 verdreifachen und die Marke von 1 Billion US-Dollar überschreiten. Der Fokus verschiebt sich von spekulativen Memecoins hin zu Protokollen mit realen Einnahmen und Nutzen.