Eine Gruppe führender Labour-Abgeordneter hat Premierminister Keir Starmer aufgefordert, Kryptowährungsspenden an politische Parteien zu verbieten. Sie befürchten ausländische Einflussnahme und mangelnde Transparenz bei solchen Geldern. Die Forderung zielt darauf ab, das Verbot in ein neues Wahlgesetz aufzunehmen, um die Integrität des politischen Finanzierungssystems zu wahren.
Sieben hochrangige Labour-Abgeordneter, die verschiedenen parlamentarischen Ausschüssen vorsitzen, argumentieren, dass Kryptowährungen die Herkunft von Geldern verschleiern und die britische Politik ausländischen Einflüssen aussetzen könnten. Liam Byrne, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Handel, betonte die Notwendigkeit transparenter und nachvollziehbarer politischer Finanzierung, was bei Kryptowährungen seiner Meinung nach nicht gegeben sei. Die Wahlkommission hat ebenfalls Bedenken geäußert, dass aktuelle Technologien diese Risiken schwer beherrschbar machen.
Die politische Finanzierung muss transparent, nachvollziehbar und durchsetzbar sein, was bei Kryptowährungen nicht der Fall ist.
Die Forderung wurde am Sonntag, dem 11. Januar 2026, übermittelt, mit dem Ziel, das Verbot in ein für diesen Monat erwartetes Wahlgesetz aufzunehmen. Bereits im Juli 2025 hatte Kabinettsminister Pat McFadden ähnliche Bedenken geäußert. Zivilgesellschaftliche Organisationen wie die UK Anti-Corruption Coalition unterstützen das Verbot, da Krypto-Spenden den staatlichen Warnungen vor ausländischer Einmischung widersprechen.
Dieser Vorstoß erfolgt, nachdem die Reform UK Partei im Mai 2025 als erste britische Partei Kryptowährungsspenden annahm und eine pro-Krypto-Politik verfolgt. Reform UK erhielt im Dezember eine Rekordspende von 9 Millionen Britischen Pfund (ca. 12 Millionen US-Dollar) in bar von dem Krypto-Investor Christopher Harborne. Einige Regierungsvertreter halten ein vollständiges Krypto-Verbot jedoch für komplex und möglicherweise nicht praktikabel in das anstehende Wahlgesetz zu integrieren.
Länder wie Irland, Grönland und Brasilien haben bereits Schritte unternommen, um Krypto-Spenden gänzlich zu verbieten und damit ähnlichen Risiken vorzubeugen.




