MARA beendet HODL-Ära: Bitcoin-Verkauf möglich

Marathon Digital Holdings (MARA), ein führendes Bitcoin-Mining-Unternehmen, hat seine Treasury-Strategie angepasst. Zukünftig können Teile der Bitcoin-Bestände verkauft werden, was eine Abkehr von der bisherigen HODL-Politik darstellt.

Die überarbeitete Strategie, die in einer SEC-Einreichung (Form 10-K) detailliert wurde, erlaubt nun strategische Verkäufe von Bitcoin aus der Unternehmensbilanz. Ziel ist es, mehr Flexibilität bei Käufen und Verkäufen entsprechend der Marktbedingungen und Kapitalallokationsprioritäten zu gewinnen. Es ist jedoch nicht die Absicht, den Großteil der Reserven zu liquidieren.

Zum 31. Dezember 2025 hielt MARA 53.822 BTC im Wert von rund 3,59 Milliarden US-Dollar.

MARA ist damit der zweitgrößte börsennotierte Unternehmenshalter von Bitcoin. Die Gründe für die Strategieänderung umfassen die Notwendigkeit, operative Kosten zu decken, Schulden zu begleichen und strategische Initiativen sowie Expansionspläne zu finanzieren. Potenzielle Liquiditätsengpässe oder widrige Marktbedingungen können ebenfalls Verkäufe auslösen.

Im Jahr 2025 verzeichnete MARA eine Reduzierung des beizulegenden Zeitwerts seiner Bitcoin-Bestände um 422,2 Millionen US-Dollar und einen Handelsverlust von 69,1 Millionen US-Dollar aus einem verwalteten Konto. Die Produktionskosten pro Bitcoin lagen bei etwa 87.000 US-Dollar, während der Marktpreis bei etwa 66.690 US-Dollar notierte, was zu Verlusten pro geschürfter Münze führte.

Das Bitcoin-Halving im April 2024 reduzierte die Block Rewards, was den Profitabilitätsdruck auf Miner erhöhte.