Monero erreicht neues Allzeithoch inmitten strengerer Krypto-Regulierung

Am Dienstag, den 13. Januar 2026, markierte Monero (XMR) einen bedeutenden Meilenstein mit einem neuen Allzeithoch von über 687 US-Dollar. Dieser Erfolg fällt in eine Zeit, in der datenschutzorientierte Kryptowährungen zunehmend unter dem Druck verschärfter Überwachung und Regulierung stehen.

In der Woche vor dem genannten Datum verzeichnete Monero einen beeindruckenden Anstieg von rund 45 %. Allein innerhalb von 24 Stunden kletterte der Preis um etwa 14 %, was zum neuen Höchststand führte. Die Marktkapitalisierung von XMR überschritt dabei erstmals die Marke von 10 Milliarden US-Dollar, wodurch Monero zur zwölftgrößten Kryptowährung nach Marktkapitalisierung aufstieg. Privacy Coins im Allgemeinen haben in den letzten drei Monaten den breiteren Kryptomarkt übertroffen.

Die steigende Nachfrage nach Monero wird durch die verschärften Know-Your-Customer (KYC)- und Anti-Geldwäsche (AML)-Regeln im Kryptosektor angetrieben.

Branchenbeobachter sehen die Ursache für das gesteigerte Anlegerinteresse in der wachsenden Sorge vor „Überwachung“ in der digitalen Wirtschaft und der zunehmenden „staatlichen Kontrolle von Krypto-Transaktionen“. Investoren suchen verstärkt nach „finanzieller Vertraulichkeit“.

Regulierungsbehörden weltweit reagieren mit strengeren Maßnahmen. Die Europäische Union plant ab 2027, Datenschutz-Coins und anonyme Krypto-Konten zu verbieten, was Krypto-Dienstleister daran hindern würde, Coins wie XMR zu handhaben. Ähnlich hat die Finanzaufsichtsbehörde von Dubai die Nutzung von Privacy Coins auf regulierten Plattformen untersagt, nennt aber Geldwäsche- und Sanktionskonformitätsrisiken als Hauptgründe. Einwohner dürfen Privacy Coins jedoch weiterhin in privaten Wallets halten.

Zusätzlich trat am 1. Januar 2026 die EU-Richtlinie DAC8 zur Steuertransparenz in Kraft, die Börsen zur Meldung detaillierter Nutzer- und Transaktionsdaten verpflichtet. Monero selbst anonymisiert Transaktionen standardmäßig durch Technologien wie Ringsignaturen und Stealth-Adressen, um Sender, Empfänger und Beträge zu verschleiern.

Die vollständige Unverfolgbarkeit von Monero wird von vielen AML-Rahmenwerken als inkompatibel angesehen, was zu verstärkter Prüfung und Beschränkungen führt.

Diese Eigenschaften, obwohl vorteilhaft für die Privatsphäre, machen Monero auch anfällig für Missbrauch durch kriminelle Aktivitäten und setzen es verstärkter behördlicher Prüfung aus.